Amberg
Update 04.07.2018 - 16:55 Uhr

Geld für mehr Sicherheit

Aus München kommt eine gute Nachricht für die Justizvollzugsanstalt an der Werner-von-Siemens-Straße: 8,9 Millionen Euro will der Freistaat in den kommenden Jahren in die Sicherheit der Einrichtung investieren.

Stacheldraht über Tor 1 der Amberger Justizvollzugsanstalt. Der Freistatt stellt 8,9 Millionen Euro für mehr Sicherheit zur Verfügung. Stephan Huber
Stacheldraht über Tor 1 der Amberger Justizvollzugsanstalt. Der Freistatt stellt 8,9 Millionen Euro für mehr Sicherheit zur Verfügung.

(upl) Die Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU) und Reinhold Strobl (SPD) überbrachten die Nachricht am Mittwoch nach der Sitzung des Haushaltsausschusses im Landtag. "Insgesamt 8,9 Millionen Euro investiert Bayern in die Justizvollzugsanstalt in Amberg", heißt es nahezu gleichlautend in Pressemitteilungen aus den Büros der Parlamentarier. "Für die JVA Amberg gelten höchste Sicherheitsanforderungen. Daher sind die Baumaßnahmen und die Modernisierung von Sicherheitsanlagen an der JVA erforderlich, und die Entscheidung des Haushaltsausschusses zur Mittelfreigabe konsequent und zu begrüßen", wird Harald Schwartz in dem Schreiben zitiert.

Folgende Projekte sind konkret vorgesehen: Errichtung einer Personen-Notsignal-Anlage (4.49 Millionen Euro), Neubau eines Beobachtungsturms am Tor 2 (2,08 Millionen Euro) und Umbau und Sanierung der Torwache (2.33 Millionen Euro). Mit der neuen Personen-Notsignal-Anlage werde für die Bediensteten eine zusätzliche Alarmierungsmöglichkeit im Notfall geschaffen, erklärt Strobl. Durch die Ortungsfunktion sei es möglich, Hilfskräfte weitgehend automatisch zu aktivieren. "Bei der JVA Amberg kommt es häufig zu Überwürfen von Handys und Drogen", teilt Strobl weiter mit. Für die Anstalt sei es derzeit schwierig, nach außen zu agieren, weil die vorhandenen Beobachtungskanzeln unterhalb der Mauerkrone angebracht sind. Der neue Beobachtungsturm bei Tor 2 soll die Situation verbessern.

Die Anfänge der Justizvollzugsanstalt in Amberg reichen bis in das Jahr 1785 zurück, als das frühere Jagdhaus der Kurfürsten von der Pfalz zu einem "Zucht- und Arbeitshaus" umgebaut wurde.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.