10.01.2021 - 14:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Vor genau 55 Jahren: Start in der Barbaraschule Amberg

Wir haben mal wieder ins Fotoarchiv der Amberger Zeitung geblickt: Gefunden haben wir den Bericht über eine Schuleröffnung im Januar 1966.

Diese Aufnahme erschien im Januar 1966.
von Externer BeitragProfil

Besondere Arten des Unterrichts prägen die heutige Zeit: Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht. Eine andere Form, der sogenannte Schichtunterricht, war nach dem Zweiten Weltkrieg und auch vor 60 Jahren üblich. Damals waren die Mengen an Schülern nicht anders zu beschulen als gruppenweise am Vormittag oder Nachmittag. Um diese Situation im Stadtosten zu beseitigen, wurde die Barbara-Grundschule damals als Barbaravolksschule errichtet. Genau vor 55 Jahren, am 11. Januar 1966, war die Einweihung.

In einem Zeitungsausschnitt vom 12. Januar 1966 heißt es dazu: „Fahnen mit den Farben der Bundesrepublik, des Landes Bayern und der Stadt Amberg wehten gestern im schneeträchtigen Januarwind vor dem Südeingang der Barbaraschule. Das bunte Tuch kündete von einem großen Tag in den Annalen der Amberger Schulfamilie, deren jüngstes Kind seiner Bestimmung übergeben wurde.“ Den Namen Barbaraschule hatte der Stadtrat gewählt, um die Verbundenheit Ambergs mit der jahrhundertelangen Erzförderung, aber auch die Tradition als Garnisonsstadt zu zeigen. Die heilige Barbara ist die Schutzheilige des Bergbaus und der Artillerie.

Die Planung der Schule hatte 1960 begonnen, der Bau 1963. Architekt Rolf Saller betonte bei der Schlüsselübergabe den aus heutiger Sicht interessanten Aspekt, den Kostenvoranschlag eingehalten zu haben. Oberbürgermeister Wolf Steininger sagte: „Das Werk ist wohlgelungen, zweckmäßig gebaut, nach Form und Gehalt überzeugend, solide und wirtschaftlich.“ Unter der Regie von Rektor Adalbert Wanhoff bezogen am 12. Januar 1966 exakt 525 katholische (12 Klassen) und 120 evangelische Kinder (4 Klassen) die Schule.

Im Laufe der Jahrzehnte erfolgten laut der aktuellen Rektorin Elke Schmidt einige Veränderungen: Ab 2007 begann der Aufbau von vier Klassen zur bis heute einzigen gebundenen Ganztagsgrundschule in der Stadt Amberg. Dazu wurde ein Teil des Erdgeschosses saniert. Zudem wurde eine Mensa angebaut. Von 2009 bis 2011 erfolgte die energetische Außensanierung. Genau elf Monate, vom 7. Januar bis 7. Dezember vergangenen Jahres dauerte die Sanierung der Umkleiden der Turnhalle und des Gymnastikraums, die laut Schmidt auch den Teilnehmern der VHS-Kurse und den Vereinen nach der Corona-Pandemie zur Verfügung stehen werden. Doch zurück ins Jahr 1966: Zur Einweihung der Schule wurde die Symbolfigur der Barbara, die seither am Haupteingang hängt, von Künstler Rudolf Schörner gestaltet und von der Firma Lotter und Ausberger angefertigt. Seit nunmehr 55 Jahren begrüßt sie jeden Morgen die Kinder.

Der Jahresrückblick 2020 der Fotografen von Oberpfalz-Medien

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