Als Georges Braque am 31. August 1963 starb, würdigte Frankreich den Künstler mit einem Staatsakt. Laut einer Presseinformation wurde Braque im Ehrenhof des Louvre aufgebahrt. Der Schriftsteller und damalige Kulturminister André Malraux hielt im Fackelschein die nächtliche Trauerrede. Im letzten Jahrzehnt seines Lebens sei Braque der unumstrittene Meister der Moderne gewesen, in Ausstellungen mit seinen Werken hätten sich Menschenmassen gedrängt. Er war der Erste, der als noch lebender Künstler im Louvre gezeigt wurde. Doch warum ist es still um diesen großen Namen geworden, der zusammen mit seinem Freund und Nachbarn Pablo Picasso als Erfinder des Kubismus und damit als Wegbereiter der modernen Kunst gilt? "Wie so oft, blieb im Gedächtnis der breiteren Öffentlichkeit nach vielen Jahrzehnten nur ein Name haften, der Picassos. Er war der Extrovertierte, der das Rampenlicht liebte – Braque der Bedächtige, konzentriert in seinem Atelier arbeitende", heißt es dazu in der Pressemitteilung.
Dabei seien viele der bahnbrechenden Neuerungen auf dem Weg zur Moderne von Braque entwickelt worden. Eine Amberger Ausstellung schenke dem bedeutenden Künstler die Aufmerksamkeit, die ihm zustehe. Noch bis Donnerstag, 16. September, werden weit über 100 Originalgrafiken, mehrere illustrierte Bücher und eine kostbare Keramik gezeigt, was etwa einem Drittel des grafischen Gesamtwerk Braques entspricht. Möglich wurde diese umfangreiche und speziell für das ACC konzipierte Retrospektive durch den Leihgeber, die Galerie Boisserée aus Köln, sowie exklusive private Leihgaben.
Rahmenprogramm zur Ausstellung
- Mal-Wettbewerb für Kinder bis zwölf Jahre bis Ende August mit hochwertigen Preisen in Form von Freizeitpaketen sowie Gutscheinen für Mal- und Bastelzubehör
- Donnerstag, 26. August, 19 Uhr, Vortrag: „Georges Braque und die Erfindung der modernen Kunst“; Anmeldung unter 49000















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