01.03.2021 - 15:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Grammer: Warnstreiks der Beschäftigten stehen wohl bevor

Auch in der vierten Verhandlungsrunde liegen die IG Metall und die Arbeitgeberseite noch weit auseinander. Nun drohen Warnstreiks – auch bei Grammer.

Kurz nach Sonnenaufgang waren die IG-Metall-Vertreter vor der Grammer-Konzernzentrale, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Am Montag galt noch die Friedenspflicht. Streiks waren deshalb für die Grammer-Mitarbeiter kein Thema. Da eine Einigung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Seite derzeit nicht in Sicht ist, begannen die Vertrauensleute der IG Metall zum Wochenbeginn die Konzern-Beschäftigten bereits zu sensibilisieren.

Ab 5.30 Uhr waren sie an den drei Produktionsstandorten Haselmühl, Schafhof und Immenstetten (insgesamt rund 1200 Mitarbeiter) sowie ab 6.30 Uhr an der Konzernzentrale in Ursensollen (rund 730 Mitarbeiter) vor Ort. Martin Heiß, Betriebsratsvorsitzender für die Amberger Standorte, erklärte: "Wir haben darauf hingewiesen, dass heute (Montag, Anm. d. Red.) der letzte Tag der Friedenspflicht ist, dass die Verhandlungen wegen der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber festgefahren sind und dass die IG Metall im Laufe der Woche wohl zu Warnstreiks aufrufen wird." Als erster Schritt sollen die Beschäftigten aber erste einmal eine Stunde früher nach Hause gehen.

Die IG Metall fordert in den Verhandlungen vier Prozent mehr Volumen (Gehaltssteigerung oder etwa einen Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkungen). Die Arbeitgeberseite hingegen drängt auf eine Nullrunde (Martin Heiß: "Eine zweite in Folge, das werden die Mitarbeiter nicht mitmachen.") und eine Neuregelung bei Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld.

IG Metall fordert vier Prozent mehr

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