03.12.2020 - 17:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Händler verzichten auf Weihnachtsmarkt in Amberg: "Risiko einfach zu groß"

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Immerhin. Acht Stände und Buden sollen in der Altstadt von Amberg darüber hinwegtrösten, dass es keinen klassischen Weihnachtsmarkt gibt. Viele bekannte Händler-Gesichter fehlen. Zwei Fieranten erzählen, warum sie nicht mitmachen.

Gerd Ziegler (links) und Karl-Heinz Kaiser aus Nürnberg verzichten darauf, in der Amberger Altstadt wie gewohnt zwei Weihnachtsmarkt-Buden zu betreiben.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

In der Altstadt werden acht Buden und Stände aufgebaut, die als Ersatz für den Weihnachtsmarkt Kunden anlocken sollen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber, dass nicht alle Händler und Fieranten mitmachen. Viele bekannte Gesichter fehlen. Zum Beispiel die von Karl-Heinz Kaiser und Gerd Ziegler. Bisher waren die Geschäftspartner aus Nürnberg immer mit mindestens zwei Buden vertreten. In einer gab's Krippen und Zubehör, in der anderen Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Heuer ist das nicht so. "Die Ware kommt Mitte oder Ende Oktober", sagt Karl-Heinz Kaiser und erinnert daran, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, ob es in Amberg einen Weihnachtsmarkt geben wird.

Mitte Oktober hatten wir noch die Chance, alle Warenbestellungen stornieren zu können.

Gerd Ziegler

Kaiser und Ziegler mussten eine Entscheidung treffen, da sie eigenen Aussagen zufolge mit einer fünfstelligen Summe in Vorleistung gegangen wären. Ziegler: "Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden, nicht dabei zu sein. Mitte Oktober hatten wir noch die Chance, alle Warenbestellungen stornieren zu können." Hätten die beiden gewartet, bis sie vor einer Woche Klarheit hatten, wären sie zeitlich in Bedrängnis gekommen. Kaiser: "Wenn wir vor einer Woche begonnen hätten, unser kleinteiliges Sortiment noch liefern zu lassen, auszupacken, aufzubauen, zu dekorieren und auszupreisen, hätten wir frühestens Mitte nächster Woche anfangen können."

Da die Buden wegen der Corona-bedingten Sondernutzungsregelungen sonntags geschlossen bleiben müssen, wären nur acht bis zehn Verkaufstage übriggeblieben. Kaiser: "Da stehen Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis. Da ist uns das Risiko einfach zu groß."

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