24.11.2021 - 10:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Ein Hauch von Sting und Hesse in der Spitalkirche Amberg

Zum zweiten Mal war die Kultur- und Kreativwirtschaft Amberg, kurz KuK, in der Innenstadt zu Gange. Bei dem bunten Zusammenspiel aus Musik, Literatur und Wissenschaft war wirklich für jeden etwas dabei.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft zeigte in der farbenfrohen Spitalkirche all ihre Facetten. Auch am Donnerstag, 25. November, gibt es hier noch einmal was zu sehen.
von Max SchlötterProfil

Wie schon eine Woche zuvor, gastierten die Kunst- und Kulturschaffenden (KuK) auch am 18. November wieder an drei verschiedenen Standorten rund um die Spitalkirche in der Stadt. Neben genannter Kirche wurden sowohl das Stadtlabor direkt nebenan als auch das Kult-Kino Ringtheater von der KuK in farbenfrohe Plätze des kreativen Austauschs verwandelt.

Nachdem sich in der Vorwoche zwölf Repräsentanten und Repräsentantinnen der einzelnen Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Spitalkirche vorgestellt hatten, ging es diesmal ans Eingemachte. Von Musik über Literatur bis hin zum Film deckte der kunterbunte Abend alle Sparten ab.

Anfang im Stadtlabor

Den Anfang machte die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH) um 17 Uhr im bunt beleuchteten Stadtlabor. Dort stellte Professor Martin Frey das Projekt "Physical Computing" der OTH vor. Zum Einsatz kamen hierbei verschiedene Projekte von Studierenden, die diese im Zuge ihres Studiengangs über die letzten Semester entwickelt haben.

Der Fokus lag hierbei vor allem, so Frey, darauf, Projekte zu verwirklichen, die auch den Zeitgeist der Corona-Pandemie treffen. So wurde der Klassiker "Vier gewinnt" von Studenten mit der Hilfe von "Physical Computing" mal eben so digitalisiert, dass jeder Spieler von zu Hause aus spielen kann. Im Nebenzimmer konnten die Besucher das Studio von Ambergs erstem Radiosender "BeatAM" begutachten und Fragen an den Gründer und Moderator Nicolas Stoffregen stellen.

Auf dem Sender wurde das in der Spitalkirche stattfindende Event von 18 bis 20 Uhr live übertragen. Geplant war zusätzlich eigentlich auch noch ein Auftritt von Kult-Moderator Franky Meister, der über seine Tätigkeit als Sprecher von Radio Ramasuri informieren sollte. Das musste Pandemie-bedingt jedoch kurzfristig abgesagt werden.

Golinski setzt Schlusspunkt

Den Schlusspunkt im Stadtlabor setzte um 18.30 Uhr Fotograf Michael Golinski, der noch über seinen Beruf und die schwierige Dualität aus Erwerbstätigkeit und freischaffender Kunst erzählte. Zeitgleich ging es um 18 Uhr mit einem Wechselbad aus tiefgehender Literatur und launiger Musik in der Spitalkirche los. Vor Publikum startete Musiker Felix Gleixner seinen Auftritt direkt mit dem Welthit "Englishman in New York" von Sting. Im Anschluss sang Gleixner, der von Moritz Bauer an der Gitarre unterstützt wurde, noch ein paar seiner eigenen Lieder, bis es zum nächsten Teil des Abends überging. Als weiterer Programmpunkt stand eine Lesung aus Tobias Sichelstiels Roman "Licht" auf dem Plan.

Ludwig Fischer von Weikersthal verlieh hier dem Fantasy-Roman über einige Kapitel hinweg die nötige Stimme. "In etwa so eine Geschichte wäre herausgekommen, wenn Hermann Hesse Fantasy Romane geschrieben und J. R. R. Tolkien sich in anspruchsvoller Literatur versucht hätte", sagte der Autor selbst über sein Werk.

Erster eigener Song

In der Reise durch die verschiedenen Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft ging es danach mit Simon Braun weiter, der in der kalten Spitalkirche mit "Oldschool Hip-Hop straight outta Kinderzimmer" wieder etwas einheizte. Und es blieb bis zum Schluss musikalisch. Die neu gegründete Band Eggplant Circus beendete mit ihrem ersten eigenen Song "Time runs out" die vielfältige Veranstaltung in der Spitalkirche. Der Abschluss der Veranstaltung stand dann ganz im Zeichen der Amberger Filmwirtschaft. Ab 19 Uhr wurden unter Aufsicht von Projektleiter Florian Gröninger und der Moderation von Anne Schleicher verschiedene Filmprojekte der Amberger Filmwirtschaft und der OTH Amberg gezeigt sowie diskutiert. Anwesend war auch Kulturreferent Fabian Kern, der eingangs darüber gesprochen hatte, wie "wahnsinnig wichtig die Kultur- und Kreativwirtschaft in Amberg" sei. Weiterhin zeigte Kern sich erfreut, dass aus der anfänglichen Planung der KuK, nur eine Website zu erstellen, nun doch eine Reihe an Veranstaltungen und Ausstellungen geworden ist.

Sowohl Projekte einiger Studierender der OTH als auch welche von Andy Hofstetter und Martin Helm wurden im Anschluss im Ringtheater vor einigen Zuschauern vorgeführt. Um Gesehenes danach zu besprechen, fand im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit einigen Gästen aus der Amberger Filmwirtschaft noch eine Talkrunde statt.

In die letzte Runde

Am Donnerstag, 25. November, geht es für die Kultur- und Kreativwirtschaft in die nächste und finale Runde. Ab 18 Uhr können Besucher und Besucherinnen bei der Ausstellungseröffnung der Vernissage des Amberger Kunstsymposiums in der Spitalkirche dabei sein. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung gibt es dann aber wieder im Ringtheater. Zu Livemusik von Michael Dandorfer und Leif Wiesmeth werden noch einmal Filme über die Herstellung der in der Spitalkirche gezeigten Exponate vorgeführt. Anschließend folgt eine offene Diskussion zum Thema "Kultur- und Kreativwirtschaft in Amberg". Wer die letzten Male verpasst hat, bekommt also am 25. November noch einmal die Chance, in die kreative Welt Ambergs einzutauchen.

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