01.10.2020 - 10:16 Uhr
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Hellseherin Annatala Natalia Geiger über Visionen, Warnungen und "grausame Bilder"

Fluch und Segen. Eine "Gabe", die Annatala Natalia Geiger seit ihrer Kindheit begleitet. Visionen, warnende Prophezeiungen. Die 72-Jährige ist Hellseherin. Eine Fähigkeit, die nicht nur Politiker und Schauspieler für sich nutzen.

Annatala Natalia Geiger ist Hellseherin. Mit ihrer "Gabe", wie die 72-Jährige ihre Fähigkeit nennt, ist sie deutschlandweit bekannt.
von Julia Hammer Kontakt Profil

Annatala Natalia Geiger breitet die vergilbten Tarotkarten vor sich aus. Sie ist konzentriert. Ihr Blick starr auf die Karten gerichtet. Die Bilder darauf sind nur noch schwer zu erkennen. „Meine Kunden fragen mich immer, wie ich überhaupt noch etwas darauf sehen kann“, sagt sie und lacht. Für die 72-Jährige sind die Karten, die ihr den Blick in die Zukunft ermöglichen, nicht „irgendwelche“ Karten. Sie sind ein Erbstück ihrer verstorbenen Mutter. „Sie war auch hellsichtig. Genau wie meine Großmutter – und ich.“ Ihr Arbeitsplatz ist ihr Esstisch. Ort der Inspiration. Der guten Energie, wie sie sagt. Es ist still an diesem Vormittag. Keine Musik, keine esoterischen Klänge. Nur das leise Rauschen des Windes, der durch die Bäume vor ihrem Fenster weht. Zahlreiche Fotos ihrer zwei Söhne und alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen ihrer Verwandten hängen an der Wand, dazwischen liebevolle Worte des Dankes, Grußkarten. „Alle von meinen Kunden“, erzählt sie. „Ich hebe alles auf.“ Auf den zweiten Blick fallen Aufnahmen der Ambergerin mit etlichen Prominenten auf. Schauspieler, Musiker, Autoren. „Mein Kundenkreis ist groß. Durch meine Gabe habe ich viele Menschen kennengelernt, auch berühmte.“ Um sich herum hat die gebürtige Mainzerin Energiesteine und Engelsfiguren aufgebaut. „Zum Schutz. Sie sollen das Böse fernhalten.“

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Szenen vor innerem Auge

Annatala Natalia ist hellsichtig. Taucht sie in die „Aura, also die Seele“ ihrer Kunden ein, erkennt sie deren Vergangenheit. „Ich berühre ihre Hände mit meinen – und damit ihre Aura und ihre Seele. Ich sehe plötzlich Bilder, spüre Emotionen – und weiß, was in ihrem Leben passiert ist, womit sie zu kämpfen haben.“ Die Zukunft erkenne Geiger in den Karten, die sie für all diejenigen auslegt, die Rat und Hilfe suchen. Auf Wunsch pendelt sie auch – „meistens, wenn es um die Frage des Kinderwunsches geht“. Und manchmal … „da begegne ich Menschen und habe plötzliche Eingebungen. Kurze Szenen, die ich vor meinem inneren Auge habe. Das kann überall passieren. Auch auf der Straße oder im Supermarkt.“ Die Aura, eine Art farbiger Nebel um die jeweilige Person, sehe sie immer. „An ihr erkenne ich sofort, wie es jemandem geht. Ist sie dunkel oder löchrig, stimmt etwas nicht. Das ist auch eine Warnung für mich.“ Die Hellseherin ist überzeugt: „Ich kann mit dieser Gabe vielen helfen, aber auch viel Schaden anrichten. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, was ich sagen kann und was nicht. Ich spreche niemals über den Tod. Auch, wenn ich ihn in der Zukunft meiner Kunden sehe. Ich warne, wenn ich gesundheitliche Probleme erkenne. Kommen schwerkranke Menschen zu mir, therapiere ich sie nicht. Ich bin kein Arzt. Aber ich gebe ihnen positive Energie. Den Mut, weiterzumachen.“ Doch woher kommt diese Gabe? „Von etwas Göttlichem“, ist sich die orthodox-gläubige Frau sicher.

Die Linien in ihrer Hand ergeben ein „mystisches Dreieck“, erzählt die Hellseherin. Eine Anordnung, die es nur sehr selten geben würde.

Ihre Kunden empfängt Geiger, die zum Teil aus ganz Europa anreisen, um sich von ihr die Zukunft vorhersagen zu lassen, ausschließlich in ihrer Wohnung. „Alles andere ist viel zu gefährlich. Das habe ich früher gemacht. Heute nicht mehr.“ Mehrere „Sitzungen“, wie sie ihre Arbeit nennt, hat sie pro Tag. Im Alter von 27 Jahren beschließt sie, ihre Hellsichtigkeit anderen weiterzugeben, ihnen damit zu helfen. Sie macht sich mit ihrem Gewerbe selbstständig. Beruf: Hellseherin. „Gespürt habe ich meine Gabe aber schon als Kind.“ 1953 erkrankt das damals fünfjährige Mädchen an Tuberkulose. Ein Jahr verbringt sie in einem Lungen-Sanatorium in Passau. Als sich ihr Zustand verschlechtert, bringen sie die Schwestern in ein „Todeskämmerchen im Keller“. „Ich dachte, ich ersticke, hatte Todesangst. Ich lag in diesem Raum, neben mir saß eine Frau, die auf mich aufpassen sollte. „Plötzlich sah ich einen schwarz gekleideten Mann in der Tür stehen. Er rauchte. Ich sagte zu der Schwester, er solle weggehen. Ich bekomme keine Luft. Aber die Frau hat den Mann nicht gesehen. Das war meine erste Vision. Ich bin überzeugt, dass es der Tod war, der mich holen wollte.“ Seit diesem Moment begleitet Geiger ihre „Gabe“, erzählt sie.

Lange im Geheimen

Lange habe sie ihre Fähigkeit für sich behalten – bis zu ihrem Nahtoderlebnis 22 Jahre später. Während der Geburt ihres zweiten Sohnes kommt es zu Komplikationen. Annatala Natalia ist klinisch tot. „Ich hörte die Ärzte sagen, dass ich nicht mehr atme und merkte, dass ich meinen Körper verlassen hatte. Ich empfand pures Glück und gleichzeitig Schmerz, weil ich meine Kinder zurücklassen würde. Dann hörte ich eine tiefe Männerstimme, die mir sagte, ich müsse zurück. Ich hätte noch große Aufgaben. Plötzlich war ich wieder in meinem Körper.“ Heute ist Geiger überzeugt, es sei die Stimme Gottes gewesen. „Deshalb habe ich angefangen, Menschen mit meiner Gabe zu helfen.“

Es klingelt. An der Wohnungstür der 72-Jährigen steht eine ältere Frau. „Ich habe Probleme. Ich brauche dringend Rat. Sie müssen mir helfen.“ „Natürlich. Wir machen gleich einen Termin aus und dann reden wir über alles.“ Die Besucherin ist beruhigt, ihre Stimme wirkt schlagartig weniger panisch. „Ich danke Ihnen.“ Eine alltägliche Situation für Annatala Natalia. Ihr Name ist bekannt. Ihr Ruf auch. Und der zieht an. In den vergangenen Jahren gab Geiger unzählige Interviews, trat in Fernsehsendungen auf. 2019 zieht sie sich plötzlich komplett aus der Öffentlichkeit zurück. „Ich wurde bedroht. Alles hat mit Nachrichten im Internet angefangen. Ein Mann hat mir geschrieben, dass er mich und meine Vorhersagen beobachten wird. Dann stand er vor meinem Haus. Ich habe mich nicht mehr sicher gefühlt – und tue es immer noch nicht.“ Einschüchtern will sich die Ambergerin aber nicht lassen.

70 Prozent ihrer Kunden seien Frauen. „Sie interessieren sich mehr für Spirituelles, sind offener. Doch auch Männer finden den Weg zu mir. Und waren sie einmal hier und sind von meiner Gabe überzeugt, kommen sie immer wieder.“ Die Beweggründe der Menschen, die Hilfe bei Annatala Natalia suchen, seien vielseitig. „Meistens geht es um die Liebe. Viele sind seit Jahren auf der Suche nach einer Partnerschaft und wollen wissen, ob ich in meinen Karten eine in der Zukunft sehe. Ich erinnere mich noch gut an einen jungen Mann. Er war verzweifelt, resigniert, wollte nicht mehr alleine bleiben. Ich habe gesehen, dass er eine Frau finden wird. Ich konnte sie erkennen: dunkle Haare, nicht allzu groß, Brille. Einige Wochen später klingelte es an meiner Tür. Der junge Mann stand da, im Arm die Frau, die ich ihm damals prophezeit habe. Er war so glücklich.“ Auch finanzielle Sorgen, berufliche Veränderungen und größere Lebensentscheidungen wie etwa ein Umzug treibe die Kunden zu ihr – immer wieder auch „Stammkunden“. Geiger lächelt. "Viele sind wahnsinnig nervös, wenn sie das erste Mal bei mir sind. Dann lasse ich sie erst einmal setzen, in Ruhe von ihren Problemen erzählen.“ Doch was fasziniert am Blick in die Zukunft? „Neugier. Menschen wollen wissen, was sie in der Zukunft erwartet. Das hat wohl auch etwas mit Kontrolle zu tun. Andere wollen sich einfach überzeugen lassen, dass es wirklich etwas Übernatürliches gibt.“

Die Karten, mit denen die Ambergerin in die Zukunft blickt, sind ein Erbstück ihrer Mutter. Auch sie sei hellsichtig gewesen.

Das Klingeln des Telefons reißt die Ambergerin aus ihren Gedanken. „Hallo? Das tut mir sehr leid. Mein Beileid. Wann haben Sie Zeit?“ Geiger notiert sich den Termin in ihrem gut gefüllten Kalender. „Ein Todesfall“, erzählt sie. „Meine Kunden sind komplett unterschiedlich. Von arbeitslosen Menschen, die nach einer Aufgabe suchen bis hin zu bekannten und einflussreichen Personen. Jahrelang kam ein enger Berater des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zu mir. Er kam in Kohls Auftrag und bat mich, in seine politische Zukunft zu blicken. Immer, wenn dieser Mann bei mir war, haben meine Nachbarn bei mir angerufen, weil sie wissen wollten, warum schon wieder ein Diplomatenauto in unserer Straße steht“, erzählt sie und lacht. Gut erinnert sie sich noch an ihre erste Begegnung mit einem damals noch unbekannten Musiker. Er, 27, habe am Scheideweg gestanden. „Der junge Mann kam zu mir und fragte: Ich will nur eines wissen. Soll ich mit meiner Musik weitermachen?“ Geiger sagt ja – und rät ihm, sein Äußeres zu verändern, deutsche Lieder zu schreiben. Und nicht aufzugeben. Jahre später schafft der Mann mit seiner Band den Durchbruch, wird international erfolgreich. „Wir stehen auch heute noch in Kontakt. Da ich die Privatsphäre meiner Kunden schütze, kann ich seine Identität nicht bekannt geben.“ Dort, wo sich Lebensfragen nicht mehr einordnen lassen, findet die Esoterik Möglichkeiten – und gibt Hoffnung. „Bei allen Sitzungen ist es mein Ziel, Menschen aufzubauen und sie mit positiven Gefühlen zu entlassen. Ich will ihre Selbstzweifel vertreiben und sie motivieren, aus sich herauszugehen und ihr Leben positiv zu beeinflussen.“

Zusammenarbeit mit Polizei

Wieder das Klingeln des Telefons. „Eine Stammkundin. Einen Moment.“ Sie zückt ihr Notizbuch und notiert die vereinbarte Sitzung. „Sie kommt regelmäßig, mindestens zwei Mal pro Jahr.“ Mit ihrer „Gabe“ habe sie schon viele Menschen überzeugt, erzählt Geiger. „Vor einigen Jahren kam ein Pärchen zu mir. Ich habe ihnen gesagt, dass es keine gute Idee sei, die Sitzung gemeinsam zu machen. Sie haben darauf bestanden. Ich habe gesehen, dass der Mann die Frau betrügt – und habe es ihr gesagt. Er hat es zugegeben – eine schwierige Situation.“

Ihre Fähigkeit sei „Fluch und Segen“. Geiger blickt auf die Tarotkarten, die sie wieder zu einem feinsäuberlichen Stapel geordnet hat. „Es belastet mich sehr, wenn ich schlimme Bilder sehe, schreckliche Geräusche höre, und nichts tun kann. So war es auch kurz vor den Anschlägen am 11. September. Ich war unterwegs und wurde plötzlich unruhig. Ich hatte schreiende Menschen vor meinem inneren Auge, Blut, meine Ohren dröhnten, weil ich Lärm hörte.“ Einige Stunden später habe sie das Radio angemacht und von den Anschlägen erfahren.

„Doch ich kann auch helfen. Und das treibt mich an.“ Hilfe in Lebensfragen – und „rettende Ratschläge“. In den 1990er Jahren kamen viele Menschen zu mir und wollten wissen, ob sie ihr Haus verkaufen sollen. Zu dieser Zeit sollte die WAA in Wackersdorf gebaut werden. Die Verträge waren unterschrieben, alles stand fest. Ich habe gespürt, dass es aber nicht zu dem Bau kommen wird und habe ihnen davon abgeraten. Viele haben auf mich gehört und ihr Haus behalten – und es nicht bereut.“ Immer wieder arbeitet Geiger auch mit der Polizei zusammen. Noch „wie gestern“ erinnert sie sich an eine Situation vor 30 Jahren. „Ich habe erfahren, dass ein junges Mädchen – damals 16 Jahre alt – verschwunden ist. Die Mutter hat einen Abschiedsbrief gefunden. Es war Winter, kalt. Alle Suchmaßnahmen der Polizei liefen ins Leere. Ich habe gespürt, dass das Mädchen noch lebt – und wo sie ist. Also habe ich den Beamten gesagt, wo sie suchen sollen. Sie haben die junge Frau dort gefunden. Halbtot. Aber sie hat sich erholt und inzwischen selbst zwei Kinder. Noch heute treffe ich mich mit ihr. Wir haben eine tiefe Verbindung.“

Klare Warnungen

Warnungen. Davon habe Geiger viele ausgesprochen. „Sitze ich jemandem gegenüber, spüre ich, wenn gesundheitlich etwas nicht mit ihm stimmt. Dann rate ich, zum Arzt zu gehen. Oft haben mich schon Ärzte angerufen. Waren die Patienten ohne Symptome auf meinen Rat bei ihnen und haben die Ärzte eine Erkrankung gefunden, dann haben ihnen meine Kunden erzählt, dass der Tipp von mir kam. Die Mediziner konnten sich das nicht erklären und wollten von mir wissen, wie ich das mache.“ Doch nicht nur Fremde rette diese Gabe. Die Ambergerin wird still. Nachdenklich. Sagt dann: „Meine tote Mutter hat meiner Familie und mir das Leben gerettet.“ Vor Jahren sei sie mit ihrem damaligen Mann und den zwei Söhnen auf der Heimreise von Italien gewesen. „Mein Mann war ein schneller Fahrer. Plötzlich fuhr er nur noch 80 auf der Autobahn. Ich wollte nichts sagen, habe mich aber gewundert. Dann habe ich in den Rückspiegel geschaut und meine tote Mutter zwischen meinen Söhnen auf der Rückbank sitzen sehen. Ich war so erschrocken, konnte aber nichts sagen.“ Kurze Zeit später sei die Mutter verschwunden gewesen. „Nach einer halben Stunde lotste uns ein Mann von der Autobahn. Vor uns lagen Trümmer, tote Menschen auf der Straße. Ein schwerer Unfall. Wäre mein Mann schneller gefahren, hätte es uns auch erwischt. Irgendwann habe ich ihn gefragt, warum er so langsam gefahren ist. Er sagte, der Gegenwind sei zu stark gewesen. Aber da war kein Gegenwind. Heute bin ich überzeugt, dass uns meine Mutter gerettet hat“, betont die 72-Jährige, die von sich selbst sagt, auch eine „mediale Begabung“ zu haben, durch die ihr immer wieder Verstorbene erscheinen würden.

Die Wände in Annatala Natalias Wohnung zieren unzählige Bilder ihrer Verwandten, Erinnerungsstücke und Dankeskarten ihrer Kunden.

"Viele Scharlatane"

Annatala Natalia spürt die Zukunft, die Vergangenheit. „Manchmal gehe auch ich zu Hellseherinnen. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass es sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der wirklich gut ist. Es gibt so viele Scharlatane.“ Hotlines, die drei Euro oder mehr pro Minute berechnen, angebliche Wahrsager, die kein Gespür für das Übersinnliche haben. „Alles Ausbeute“, sagt Geiger und schüttelt den Kopf. „Für mich ist es eine Gabe Gottes. Die darf man nicht ausnutzen.“ Früher habe sie kein Geld für ihre Vorhersagen genommen. „Das musste ich ändern. Ich hatte zwei Söhne zu versorgen, war alleinerziehend, geschieden. Ich hatte so viele Anfragen und viele Sitzungen, anders hätten wir nicht überlebt.“ Auch heute zahlen Geigers Kunden für die Prognosen. Die Meisten.

„Wenn ich merke, dass es jemandem schlecht geht und ich weiß, dass die Person kein Geld hat, lasse ich sie für die Sitzung nichts zahlen. Ich will helfen, nicht ausnutzen. Reich bin ich mit meiner Arbeit nie geworden.“ Die 72-Jährige blickt mit einem Lächeln auf den kleinen Porzellan-Engel auf dem Tisch. „Ich schaffe heute nicht mehr so viele Sitzungen wie früher. Es ist anstrengend geworden. Aber solange ich kann, will ich damit weitermachen. Meine Gabe bleibt. Und ich will sie so lange einsetzen, wie es geht.“

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Blick in die Zukunft:

Annatala Natalia Geiger gibt Prognosen

„2020 ist das Jahr der Veränderung. Ich nenne es das Jahr der Reinigung“, betont Annatala Natalia Geiger – und macht Prognosen:

  • Donald Trump wird bei der US-Wahl nicht wiedergewähl
  • Die weltweite Wirtschaft erholt sich von den Folgen des Corona-Virus
  • Ende 2020, spätestens Anfang 2021, werden Forscher einen effektiven Impfstoff gegen das Corona-Virus finden und die Krankheit wird wieder verschwinden
  • Forscher entwickeln innovative, vielversprechende Medikamente – unter anderem für die Krebstherapie
  • Unruhe im Weltraum: Etwas kommt auf die Erde zu

Wann genau einige ihrer Vorhersagen eintreten, könne sie nicht sagen. „Es passiert nicht alles innerhalb eines Jahres. Die Seele, von der ich meine Informationen erhalte, kennt keine Zeit.“

Annatala Natalia Geiger überzeugt::

"Ich bin eine Nachfahrin der russischen Zarenfamilie Romanow"

„Meine Geschichte ist schwierig“, erzählt Annatala Natalia Geiger. Eine Vergangenheit, die sie in den russischen Adel des 19. und 20. Jahrhunderts führt – zu den Romanows, ist sie überzeugt. In der Nacht vom 16. auf 17. Juli 1918 ermorden Anhänger der Bolschewiki Zar Nikolaus II., seine Frau Alexandra und die Kinder Olga, Maria, Tatjana, Anastasia und Alexei. Eine Tragödie, um die sich bis heute Mythen ranken. Ist wirklich die ganze Familie getötet worden? „Nein, nur der Zar“, ist Geiger sicher.

„Die Kinder überlebten. Ich bin Olgas Enkelin.“ Seit 20 Jahren forscht Geiger, reist nach Tschechien, sammelt Beweise, die auf die Existenz von Olga nach der Mordnacht hinweisen. „Viele Behörden, viele Archive. Ich hatte nichts in der Hand. Nur die Geschichte meiner Mutter.“ Geiger glaubt, der britische König habe 1918 die Familie retten lassen. „So kam meine Oma nach Tschechien. Anderer Name, verändertes Äußeres. Deshalb ist es schwer, ihren Weg zu verfolgen.“ Geiger nimmt Kontakt mit dem Historiker Marc Ferro auf. „Er wollte eine Ahnentafel von mir. Als er sie gesehen hat, hat er mir geglaubt.“ Die Dokumente, die sie gesammelt hat, füllen mehrere Aktenordner. DNA-Nachweise, „die nur kleine Abweichungen zur Zarenfamilie belegen“, beglaubigte Dokumente. Geiger durchforstet Archive im Vatikan, lässt sich Abschriften übersetzen. „Als die Beweise reichten, habe ich Joachim Gauck und Wladimir Putin geschrieben, um meine Abstammung anerkennen zu lassen.“ Gaucks Antwort: „Mit großem Interesse“ habe er ihre Geschichte gelesen, müsse sie aber an die entsprechenden Behörden verweisen. Putin reagierte bis heute nicht.

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Kommentare

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Wolfgang Kasseckert

Scharlatan/inn

04.10.2020