12.07.2018 - 13:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Ideen für "jeden Platz der Welt"

Umwelttechnologie oder erneuerbare Energien sind nur zwei Beispiele für Studiengänge der OTH, die voller Innovationskraft sind. Um gute Ideen in der Region zu finden und zu fördern, belohnen die Stadtwerke besondere Zukunftsvisionen.

Jury und Preisträger rufen alle OTH-Studenten zum Mitmachen beim Innovations-Wettbewerb im kommenden Jahr auf (hinten von links): Jury-Mitglieder Professor Stefan Beer und Martin Malitzke von den Stadtwerken, Preisträgerin Sophie Scharpe, OTH-Kanzler Ludwig von Stern, Preisträger Andreas Mark, Jury-Mitglied Professor Magnus Jaeger, Preisträger Nico Giesen, Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Prechtl, Preisträger Andreas Kraus, Bürgermeister Martin Preuß sowie (vorne kniend) die Preisträger Maximilian Spieß und Sven Mindel.
von Redaktion ONETZProfil

(pjle) Seit fünf Jahren haben Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule die Möglichkeit, ein innovatives Konzept aus den Bereichen Energie, Versorgungstechnik, Umweltschutz oder Elektromobilität für den Innovationspreis der Stadtwerke einzureichen. Heuer gehören zu den vier Preisträgern zwei Teams und zwei Einzelpersonen. Lorenz Lutz, Andreas Kraus, Sven Mindel und Nico Giesen überzeugten die Jury mit ihrer Idee, Parkplätze mit kleinen Elektro-Ladesäulen auszustatten und so alle parkenden E-Fahrzeuge zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenzuschließen - was der Netzstabilisierung dient.

Mit Marco Held und Benjamin Hirschmann hat Maximilian Spieß "überlegt, wie man eine Siedlung autark gestalten kann, die auch wirtschaftlich funktioniert". Andreas Mark entwickelte ein Konzept, das mit einer besonderen Speichertechnik die LED-Beleuchtung von Straßenzügen mit rein erneuerbaren Energien ermöglichen soll. Sophie Scharpe wurde für ihre Schwimmbecken-Überlauf-Turbine geehrt: "Der Gedanke war, die Kraft des Wassers zu nutzen, das in die Überlaufrinne von Schwimmbecken läuft."

Neben einem Preisgeld von 250 Euro pro eingereichter Arbeit bekamen alle die Möglichkeit, an einem Workshop der Stadtwerke zum Thema "Design Thinking" teilzunehmen. Doch das sei nicht der eigentliche Wert der Auszeichnung, mahnte Jurymitglied Professor Magnus Jaeger. "Sehen Sie nicht auf das Geld. Sehen Sie den Preis als Wertschätzung, tanken Sie Selbstbewusstsein. Sie sind jetzt im richtigen Leben angekommen." Denn bei der Bewertung habe die Jury vor allem auf deren Umsetzbarkeit geachtet, sagte Jaeger. "Entscheidend war für uns: Wo ist die Idee bis zum Schluss gedacht?"

Viele der Themen hätten durchaus regionale Bedeutung, ergänzte Martin Malitzke von den Stadtwerken. "Straßenbeleuchtung, Netzstablisierung, Wasserversorgung, Bäder - das alles betrifft die Stadtwerke direkt." Von der guten Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadtwerken profitierten letztendlich alle. Das würdigte auch OTH-Kanzler Ludwig von Stern. "Pfiffigkeit macht Sie regional erfolgreich. Aber Ihre Ideen sind an jedem Platz der Welt wichtig für die Gesellschaft."

Für die sechste Runde des Wettbewerbs können OTH-Studenten ab sofort bis Freitag, 15. Februar, nächsten Jahres Ideen einreichen. In zwölf Monaten ist der Innovationspreis dann mit 5000 Euro dotiert. Heuer waren es noch insgesamt 1000 Euro.



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