Ende 2022 und Anfang 2023 sind die Mitgliedsaufnahmen "erfreulicherweise wieder nach oben" gegangen, bilanzierte der neu gewählte Erste Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, Udo Fechtner, bei der Delegiertenkonferenz im Amberger Kongresszentrum. Mit Geschäftsbericht, Tarifabschlüssen, Jugend- und Leiharbeit stehe eine Reihe von wichtigen gewerkschaftlichen Angelegenheiten auf der Tagesordnung, sagte die ebenfalls neu gewählte Zweite Bevollmächtigte Sabrina Feige. Bei einer Nachwahl in die Mandats- und Revisionskommission erhielt Jana Seifert das Vertrauen der Delegierten.
Regelungen über die Arbeitszeit seien ein Markenzeichen gewerkschaftlicher Tätigkeit. Aus diesem Grund sei es selbstverständlich, dass sich die IG Metall in die Diskussion über eine mögliche Einführung einer Vier-Tage-Woche einmischt. Dabei gehe es auch darum, eine Verschlechterung zu verhindern. Die Einführung eines Zwölf-Stunden-Tages, wie manche Politiker dies fordern, lehne die IG Metall ab, so Fechtner.
Kritik an Söder
Kritisch setze sich Udo Fechtner mit Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder auseinander. So fordere dieser neuerdings einen Ausbau der Windenergie, obwohl sich seit vielen Jahren in Bayern "kaum etwas getan" habe. Außerdem sei Söder für eine Weiterführung bayerischer Atomkraftwerke, für die Atommüllabfall sollten aber andere Bundesländer zuständig sein. „Dies ist nichts weiter als reiner Populismus“, attestierte der Bevollmächtigte.
Bei über 65 Prozent der neu gewählten Jugend- und Ausbildungsvertretungen handle es sich um Mitglieder, die zum ersten Mal in dieses Amt gewählt wurden, erläuterte Jugendsekretärin Katrin Wiesner. Während Gewerkschaftssekretär Matthias Scherr über den Tarifabschluss in der Textil- und Bekleidungsindustrie informierte, ging Gewerkschaftssekretärin Antonia Eßner auf die Verhandlungen für Leiharbeiter ein. Diese unterstützten bei anderen Tarifbewegungen die Stammbelegschaften. Deshalb wäre es positiv, wenn diese sich jetzt mit den Leiharbeitern solidarisieren würden: "Stammbelegschaften und Leiharbeiter sollten sich nicht auseinanderdividieren lassen.“
Seit 13 Monaten in Insolvenz
"Betriebspolitik ist die Grundlage für gewerkschaftliche Bildungsarbeit", betonte Andreas Schmitt von der Bezirksleitung der IG Metall München in seinem Grußwort. Abschließend informierte der Betriebsratsvorsitzende Karl-Heinz König über die Situation bei der Firma Rohrwerk Maxhütte, die sich seit 13 Monaten in Insolvenz befinde. Leider, so der Redner, habe die Bayerische Staatsregierung ihren Versprechungen, finanzielle Unterstützung zu leisten, bisher keine Taten folgen lassen.













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