Amberg
18.03.2021 - 10:36 Uhr

Keine wahre Liebe: 13.500 Euro für Betrüger

Ein falscher Romeo, Rechnungen für nie erbrachte Leistungen, ein angeblicher Gewinn und unerlaubtes Kassieren: Die Amberger Polizei beschäftigen mehrere Betrugsversuche. Ein Unbekannter war erfolgreich und ergaunerte 13.500 Euro.

Eine 54-Jährige dachte, im Internet die große Liebe gefunden zu haben. Doch der Unbekannte wollte nur an ihr Geld. Nun ermittelt die Amberger Polizei. Symbolbild: Silas Stein/dpa
Eine 54-Jährige dachte, im Internet die große Liebe gefunden zu haben. Doch der Unbekannte wollte nur an ihr Geld. Nun ermittelt die Amberger Polizei.

Dass sie seine große Liebe sei, das täuschte ein noch Unbekannter einer 54-Jährigen vor. Die Polizeiinspektion Amberg berichtet, dass die Frau den Mann vor neun Monaten in einem Sozialen Netzwerk kennengelernt hat. "Mittlerweile überließ sie dem angeblich 48-Jährigen durch Überweisungen und Geldgutscheine fast 13.500 Euro", teilen die Beamten mit. Die 54-Jährige hat den Vorfall inzwischen bei der Polizei angezeigt, die nun wegen Betrugs ermittelt.

Weniger erfolgreich war ein Betrüger bei einer Steuerberaterin. Laut Polizeibericht teilte der Frau am Mittwochmittag, 17. März, ein Unbekannter freudig mit, dass sie bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Hierfür müsse sie nur 800 Euro in Wertgutscheinen vorab bezahlen, die später von einem Notar abgeholt werden würden. Die Steuerberaterin fiel auf das bekannte betrügerische Verhalten nicht herein und informierte die Polizeiinspektion.

Sehr überrascht war auch ein älterer Herr aus Hirschau, als er drei Rechnungen für angeblich erbrachte „Serviceleistungen für Erwachsene“ in Höhe von 270 Euro erhielt. Der Senior bezahlte nicht und brachte den Sachverhalt stattdessen zur Anzeige. Bei den polizeilichen Recherchen stellte sich heraus, dass in dieser Angelegenheit bereits ein Sammelverfahren gegen eine Firma in Hessen sowie eine Telefonagentur in Melnik in der Tschechischen Republik bei der Staatsanwaltschaft Fulda geführt wird. Dem Hirschauer war durch sein überlegtes Handeln kein Schaden entstanden.

"Erneut ohne Sondernutzungsgenehmigung waren in der Bahnhofstraße in Amberg am Mittwochnachmittag drei Personen als angebliche Spendensammler unterwegs", informiert die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Die jungen Leute aus Hamburg, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätten bereits am Vormittag nach einer gleichartigen Aktion am Marktplatz einen Platzverweis erhalten. Wie die Beamten berichten, erfolgen nun Bußgeldverfahren. Das Geldsammeln wurde beendet.

Sulzbach-Rosenberg02.03.2021
 
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