03.08.2021 - 14:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Klimakatastrophen können auch die Oberpfalz treffen

Noch kennen wir Umweltkatastrophen, wie sie sich kürzlich im Westen der Republik ereignet haben, nur aus den Medien. Aber auch der Landkreis Amberg-Sulzbach ist nicht gefeit dagegen. Er will Vorsorge treffen.

Hochwasser-Katastrophen, wie hier in Marienthal in Rheinland-Pfalz, können sich auch bei uns ereignen. Der Landkreis Amberg-Sulzbach will möglichst darauf vorbereitet sein.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Als Joachim Scheid, der Klimaschutzkoordinator des Landkreises Amberg-Sulzbach, diesen Antrag geschrieben hat, wusste er nicht, dass es kurze Zeit später die Hochwasserkatastrophen in großen Teilen Deutschlands geben würde. Nichtsdestotrotz ist es eine Binsenweisheit, dass mit dem Klimawandel die Gefahr von großen Dürren und gewaltigen Fluten auch in unserer Region steigt. "Hitzewellen sind im ländlichen Bereich besser abzufedern", machte Scheid am Montag im Ferienausschuss deutlich. "Aber letztendlich kann so etwas die Oberpfalz auch treffen", blickte er sorgenvoll auf die Hochwasser der vergangenen Tage. Joachim Scheid und der Landkreis wollen nicht sehenden Auges in eine solche Katastrophe stolpern. Der Klimaschutzkoordinator hat daher im Rahmen des Klimaschutzkonzepts einen Förderantrag beim Wirtschaftsministerium gestellt, um jede einzelne Kommune im Landkreis darauf abklopfen zu können, wie verletzlich sie in dieser Hinsicht ist.

Das Ministerium fand die Idee durchaus gut und sagte dem Landkreis 105.000 Euro zu, weil die Kosten des Gesamtprojekts bei knapp 120.000 Euro liegen, musste der Kreistag knapp 15.000 Euro zuschießen. Das tat der Ferienausschuss in seiner Vertretung natürlich einstimmig. "Ich finde das Programm genial", lobte Landrat Richard Reisinger diesen Einsatz und betonte, wie wichtig es sei, auch in der Bevölkerung eine bestimmte Meinungsbildung zu erreichen. Auffallend sei ja, dass Überflutungen heute dort auftreten, wo es niemand erwartet hätte. Peter Dotzler (FW) regte an, künftig Regenrückhaltebecken nicht mehr nur an Gewässern sondern auch in der Fläche zu bauen. Dafür müsse es dann auch entsprechende Förderungen geben. "Aber mit ein paar Regenüberlaufbecken werden wir solche Ereignisse nicht aufhalten", bremste Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner (CSU) allzu große Euphorie in diese Richtung.


Tipps zum Klimaschutz gibt es hier

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