20.07.2021 - 15:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Klinikum St. Marien Amberg mit zwei neuen Corona-Patienten

Die Corona-Inzidenzen in Amberg steigen wieder, und das hat Folgen. In Schulen muss wieder Maske getragen werden, im Klinikum liegen wieder Patienten mit Symptomen. Die Verantwortlichen appellieren, sich impfen zu lassen.

Das Klinikum St. Marien in Amberg hat wieder zwei Corona-Patienten aufgenommen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt Amberg ist deutlich gestiegen und liegt derzeit bei 33,2, im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 13,6. Das hat nun vor allem Folgen für die Kinder, die in Amberg eine Schule besuchen: Ab der fünften Klasse muss auch auf den Sitzplätzen im Klassenzimmer wieder eine Maske getragen werden. Die Vorgabe gilt auch für Lehrer. Damit besteht laut einer Mitteilung der städtischen Pressestelle bis auf weiteres an den weiterführenden Schulen eine allgemeine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in Gebäuden und geschlossenen Räumen. Sobald die Sieben-Tage-Inzidenz von 25 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten oder die 7-Tage-Inzidenz von 35 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, gibt es Informationen zum weiteren Vorgehen.

Die steigende Zahl der Infektionen spiegelt sich im Klinikum St. Marien Amberg wider. Dort sind seit dem vergangenen Wochenende wieder zwei an Covid-19 erkrankte Patienten zu betreuen. "Glücklicherweise bisher nicht intensivmedizinisch", wie es in einer Pressemitteilung des Klinikums vom Dienstag heißt. Diese Entwicklung zeige, dass die Maßnahmen zur Infektionsvermeidung weiterhin notwendig sind. Das Klinikum bittet daher um Verständnis, dass die Besuchsbeschränkungen weiterhin aufrechterhalten werden, Testpflicht besteht und während des gesamten Besuches FFP2-Masken zu tragen und die Abstände einzuhalten sind. Die übrigen Einschränkungen und Ausnahmeregelungen gelten unverändert weiter.

Impfangebote wahrnehmen

Die Ausnahmeregelungen für die Bereiche Entbindung, Kinderklinik und Palliativstation sind auf der Startseite der Homepage www.klinikum-amberg.de zu finden. "Die nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse wirksamste Methode zur Vermeidung einer Covid-19-Erkrankung ist die Impfung mit einem der aktuell verfügbaren und zugelassenen Impfstoffe", heißt es in der Presseinformation. Durch die Impfung könnten Covid-19-Erkrankungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vermieden oder im Verlauf deutlich abgemildert werden. Die Klinikumsleitung appelliert an die Bevölkerung, die bestehenden Impfangebote in den Impfzentren und bei den Ärzten wahrzunehmen, um eine erneute starke Ausbreitung von Sars-Cov2-Infektionen eindämmen zu können. In den Impfzentren können kurzfristig auch ohne Terminvereinbarung Impfungen mit verschiedenen Impfstoffen durchgeführt werden.

In einer weiteren Pressemitteilung macht das Landratsamt darauf aufmerksam, dass sich die hoch ansteckende Delta-Variante auch im Landkreis Amberg-Sulzbach bemerkbar mache - und zwar hauptsächlich bei nicht geimpften Personen. Seit 2. Juli, so weist es die amtliche Statistik der Landkreisgemeinden aus, gab es insgesamt 19 Neuinfektionen: Fünf in Ebermannsdorf, je eine in Hirschau, Kümmersbruck und Vilseck sowie elf in Sulzbach-Rosenberg. Die Gesamtzahl der seit März 2020 Infizierten stieg damit auf 4851. Die meisten Fälle gab es mit 1085 in Sulzbach-Rosenberg, gefolgt von Auerbach mit 603 und Kümmersbruck mit 363.

Skeptiker überzeugen

Dr. Roland Brey, der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, warnt eindringlich vor der Delta-Variante. Die Zahl der Infektionen in einzelnen Gemeinden komme auch durch die nötige Nachverfolgung der Kontakte zustande. Verantwortlich für die Zunahme könnten, wie in ganz Deutschland, auch Reiserückkehrer sein. Vorrangig ungeimpfte Personen seien betroffen, so Brey. Bereits Geimpfte zeigten keinen schweren Verlauf und seien auch nicht so ansteckend. Angesichts der in England und den Niederlanden rasant steigenden Inzidenzen appelliert der Mediziner gemeinsam mit Landrat Richard Reisinger, alles daranzusetzen, eine neue Welle gar nicht erst entstehen zu lassen. Massive Impfaktivität sei das Gebot der Stunde, auch bisherige Skeptiker sollten sich nun überzeugen lassen, dabei mitzuhelfen.

Alle Entwicklungen zu Corona in der Nordoberpfalz

Oberpfalz
Info:

Neue Coronafälle im Raum Amberg-Sulzbach

Neue Fälle seit 2. Juli 2021 (Quelle: Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach)

  • Ebermannsdorf: 5
  • Hirschau: 1
  • Kümmersbruck: 1
  • Sulzbach-Rosenberg: 11
  • Vilseck: 1
  • Alle anderen Kommunen des Landkreises haben seit 2. Juli 2021 bislang keine neuen Infektionen zu verzeichnen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.