In Weiden nahmen 19 Kraftfahrzeugtechniker und 26 Elektrotechniker ihren Meisterbrief in einer Feierstunde persönlich entgegen. Aufgrund der anhaltenden Pandemie und um die Sicherheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten, übergibt die Handwerkskammer die Meisterbriefe heuer in mehreren kleineren Veranstaltungen, quer durch ganz Ostbayern verteilt. So wie jetzt in der Max-Reger-Halle in Weiden.
Gerhard Ulm, Vizepräsident der Handwerkskammer, hob in der Feierstundehervor, welche Bedeutung das Handwerk und insbesondere die Handwerksmeister angesichts der derzeitigen Krisen haben: „Sie sind die Spitzenfachkräfte, die unser Land so dringend benötigt. Sie tun, was für immer bleibt, sie erschaffen Produkte und Dienstleistungen, die Bestand haben.“ National und international stehe man vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Wohnungsbau, der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Sicherung der regionalen Nahversorgung und vieles mehr. Das sei nur mit Fachkräften wie den Jungmeistern zu schaffen.
Mehr Nachwuchs nötig
Damit auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, brauche das Handwerk mehr Nachwuchs, betonte Ulm. Passgenaue Berufsorientierung und zielgerichtete Nachwuchswerbung seien dabei der Schlüssel. Ebenso müsse die Tatsache, dass akademische und berufliche Bildung gleichwertig sind, noch stärker in der Öffentlichkeit ankommen. Die besten Positiv-Beispiele dafür seien die jungen Handwerksmeister selbst, bekräftigte auch HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl: „Sie haben eine Weiterbildung der Spitzenklasse abgeschlossen und das in turbulenten Zeiten. Das verdient unseren höchsten Respekt.“ Mit dem Meistertitel in der Tasche stünden den Absolventen nun alle Türen offen: Sei es die Selbstständigkeit, eine leitende Position oder die Übernahme eines Unternehmens.
Der Meistertitel im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk war in diesem Jahrgang bei den Männern am beliebtesten. Mit 181 Männern und acht Frauen war er insgesamt der begehrteste Meisterabschluss. Unter den Frauen kommt die überwiegende Anzahl der Meisterinnen aus dem Friseurhandwerk. Insgesamt 113 Absolventen, darunter elf Männer, haben sich in diesem Beruf weiterqualifiziert. Die Frauenquote aller Meisterabsolventen lag insgesamt bei knapp 19 Prozent. Den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhalten heuer 166 Absolventen. Sie gehören im Freistaat zu den besten 20 Prozent in ihrem Beruf.
Auch etliche Absolventen aus dem Raum Amberg-Sulzbach haben ihren Meisterbrief erhalten.
- Elektrotechnikerhandwerk:
- Maximilian Kopf (Freudenberg)
- Philipp Lorenz (Kastl)
- Andreas Melzer (Birgland)
- Michael Schuster (Rieden)
- Simon Schwab (Amberg)
- Christian Seitz (Breitenbrunn)
- Maximilian Thurner (Sulzbach-Rosenberg)
- Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk:
- Tim Lomberg (Kümmersbruck)
- Simon Schaller (Ebermannsdorf)
- Tobias Scholz (Hirschau)
- Anja Ziegler (Vilseck)
- Carsten Roth (Kümmersbruck)














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