14.01.2021 - 12:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Kommentar: Stresstest in der Corona-Quarantäne

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Auch wer täglich dienstlich mit dem Thema Corona zu tun hat, sieht es auf einmal ganz anders, wenn er plötzlich privat betroffen ist, meint Redakteurin Heike Unger.

Bürojob in Coronazeiten heißt jetzt immer öfter: Arbeit im Homeoffice.
von Heike Unger Kontakt Profil

Jetzt hat’s mich also erwischt. Nicht Corona. Aber die Quarantäne. Ich wurde als Kontaktperson gemeldet: 13 Tage darf ich nicht aus dem Haus. Drei Tage lang war ich sauer wegen der Meldung ans Amt. Hat’s das echt gebraucht?

Ich wäre auch ohne die Anordnung nirgends hingegangen. Aber wenn man es dann wirklich nicht darf, ist es etwas ganz anderes. Ich habe keinerlei Symptome. Aber ich weiß natürlich: Um mich geht es hier nicht. Das ist also schon Jammern auf sehr hohem Niveau. Andere sind schwerstkrank. Mir geht’s gut und ich kann niemanden anstecken: Das ist doch wunderbar.

Serie Coronavirus und wir: Onetz-Redakteure in der Pandemie

Perfekt wird es, wenn das Homeoffice kein Thema mehr ist. Acht Stunden Arbeit am kleinen Laptop am Esszimmertisch gehen nicht nur auf die Nerven, sondern auch ins Kreuz.

Mittagspause. Fernsehnachrichten, eine Umfrage. Eine Frau ärgert sich, weil Corona ihre Urlaubspläne gekippt hat. Waren’s die Malediven oder Ägypten? Hab ich vergessen. Mein Traumreiseziel ist momentan ohnehin ein ganz anderes und nur zwölf Kilometer entfernt: das Großraumbüro in Amberg. Mit zwei großen PC-Bildschirmen und höhenverstellbarem Schreibtisch. Hätte ich vor Corona auch nie gedacht, dass das mal ein Sehnsuchtsort werden könnte.

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