Amberg
27.12.2019 - 17:44 Uhr

Kommunalwahl: SPD tritt in fast allen Gemeinden an

Bei den bevorstehenden Kommunalwahlen tritt die SPD in fast allen Gemeinden des Landkreises an: Das gab Uwe Bergmann bei einer Kreisvorstandssitzung im Kreuzwirtshaus in Immenstetten bekannt.

Der SPD-Kreisvorstand mit seinem Landratskandidaten Michael Rischke (Dritter von links mit Ehefrau Sigrid). Bild: usc
Der SPD-Kreisvorstand mit seinem Landratskandidaten Michael Rischke (Dritter von links mit Ehefrau Sigrid).

Bei den bevorstehenden Kommunalwahlen tritt die SPD in fast allen Gemeinden des Landkreises an: Das gab Uwe Bergmann bei einer Kreisvorstandssitzung im Kreuzwirtshaus in Immenstetten bekannt. "Unsere Kandidaten sind bereit, in den Kommunen Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft ihrer Gemeinde selbst mitzugestalten", betonte dort Michael Rischke, der selbst als Landratskandidat antritt.

In vielen Gemeinden könne man auch mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten oder wie im Birgland mit Amtsinhaberin Brigitte Bachmann auch wieder mit einer Frau als Bewerberin antreten, fügte Rischke hinzu. In den Kommunen sei die SPD stark verankert. Kreisvorsitzender Uwe Bergmann sagte, dass Michael Rischke ein starker Landratskandidat sei, der durch seine Persönlichkeit überzeuge.

Umbau der Mobilität

Bergmann berichtete auch vom Bundesparteitag unter dem Motto "Aufbruch in die neue Zeit" in Berlin. Er selbst und der Europaabgeordnete Ismail Ertug vertraten den Landkreis als Delegierte. Für sie beide sei der geforderte Umbau des Mobilitätssystems ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz: "Gerade im ländlichen Raum brauchen wir mehr Angebote und günstigere Preise, wenn der Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV gelingen soll."

Buslinien dürfen nicht an der Kreisgrenze enden

Ein 365-Euro-Ticket für Schüler, Studierende und Auszubildende dürfe auch in unserem Landkreis kein Tabu sein, betonte Michael Rischke. "Wir brauchen aber auch landkreisübergreifende Konzepte", forderte Bergmann. Es könne nicht sein, dass Buslinien an den Landkreisgrenzen zu Ende gedacht sind. Als Beispiel nannte er hier eine Erweiterung der Linien aus Hirschau und Schnaittenbach nach Wernberg mit Halt am Industriegebiet an der B 14 bis zum Bahnhof. Dieses Thema habe vor zehn Jahren schon der damalige Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl aufgegriffen. Es sei letztlich am mangelnden Interesse gescheitert. Reinhold Strobl sagte dazu: "Wir brauchen hier Rückmeldungen aus der Bevölkerung."

SPD will Ausbau der Schiene

Die SPD-Vertreter wiesen darauf hin, das besonders Schüler, Auszubildende, Studenten und Arbeitnehmer aus dem östlichen Landkreis hier eine Anknüpfung an die Bahnlinie Hof-Regensburg hätten, um beispielsweise die Berufsschulen in Wiesau oder Schwandorf zu erreichen. Der Ausbau der Schienen-Infrastruktur in der Region ist der SPD ein großes Anliegen. Aufgeschreckt durch eine Meldung, wonach die Bahn vom Bund noch keinen Planungsauftrag für die Strecken Nürnberg-Schwandorf und Schwandorf-Furth im Wald vom Bund erhalten hat, hatte sich Reinhold Strobl an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt. Dessen Hinweis, dass zuerst umfangreiche Ausbaumaßnahmen im tschechischen Abschnitt nötig seien, bezeichnete Strobl als "eine billige Ausrede". Bei allen internationalen Verbindungen hapere es vielmehr am deutschen Ausbaustand.

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