Oberbürgermeister Michael Cerny freute sich beim Antrittsbesuch von Ingo Kindler gleich doppelt: Zum einen lernte er den Juristen, der zum 1. März die Nachfolge von Wolfgang Gründler als Leiter des IT-Servicezentrums der Justiz (Jus-IT) angetreten hat, persönlich kennen, zum anderen jährte sich am 1. März die Verlegung der Einrichtung nach Amberg zum fünften Mal. „Ein erfolgreiches Projekt, das zügig umgesetzt wurde und es möglich macht, dass heute von Amberg wichtige Impulse ausgehen“, urteilte Cerny laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.
Die Behördenverlagerung sei 2016 im Zuge der Heimatstrategie erfolgt. 64 Stellen seien in Amberg geplant, 56 davon seien inzwischen umgesetzt. Insgesamt seien 333 Mitarbeiter bei Jus-IT beschäftigt und auf Standorte in ganz Bayern verteilt. Aufgabe der Behörde sei, die insgesamt 15 500 Anwender im Bereich der EDV umfassend zu unterstützen. Betreuung und Weiterentwicklung der zahlreichen Fachverfahren, mit denen die Justiz arbeitet, gehöre ebenfalls zum Aufgabenbereich. Da sich sowohl das Jus-IT als auch die Stadtverwaltung mitten in der Einführung der E-Akte befinden, sind nach Ansicht von Oberbürgermeister Cerny zwischen den beiden Behörden zudem auch Synergieeffekte möglich. Deshalb regte er an, sich über diese Neuerungen auszutauschen, Chancen und Risiken auszuloten sowie sich gemeinsam über die erforderlichen Schnittstellen zu verständigen. Diesem Vorschlag stimmte Kindler zu.
Zur Person: Ingo Kindler
- Der Jurist Ingo Kindler ist seit September 2006 bei der bayerischen Justiz, war zunächst bei der Staatsanwaltschaft Landshut und wechselte dann an das dortige Amtsgericht.
- Im Oktober 2012 kam Kindler an das Jus-IT. Zunächst war er Sachgebietsleiter für Entwicklung der Anwendersoftware im Bereich der Staatsanwaltschaft sowie für Verwaltungsverfahren zuständig. Weiter hatte er die Gesamtprojektleitung der staatsanwaltlichen Software im Länderverbund.
- Ab April 2018 leitete Kindler das Referat für die Anwenderbetreuung mit insgesamt 100 Mitarbeitern.
- Im Mai 2019 übernahm der Jurist zusätzlich die Vertretung des Direktors des IT-Servicezentrums und arbeitete sich in dessen Aufgaben ein, bevor er vor knapp zwei Monaten die Leitung übernahm.















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