08.04.2021 - 15:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Lions-Club Amberg unterstützt Jugendarbeit in Sportvereinen

Wegen Corona liegt das Club-Leben der Amberger Lions bis auf Online-Meetings brach. Aber der Service-Club weiß, dass andere die Krise härter trifft. Zum Beispiel die Jugendarbeit in den Sportvereinen. Und genau da wollen die Lions helfen.

Eine Szene aus einem Hallen-Fußballturnier für die Jugend: Weil derzeit auch die Sportvereine unter dem Lockdown leiden, will ihnen der Lions-Club Amberg mit kleinen Finanzspritzen helfen.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Präsident Peter Seidl verhehlt nicht, dass die Coronapandemie den Lions-Club trifft. Wenngleich inzwischen vieles online läuft, so vermissen doch die Club-Mitglieder den Kontakt und Austausch bei persönlichen Treffen. Doch die Lions wissen laut ihres Präsidenten auch, dass andere noch viel schlechter in der Krise dran sind. Und weil der Service-Club auch immer Gutes tun will, hatte Lions-Mitglied Robert Jung da so eine Idee: "Wir verlosen fünfmal 1000 Euro für den Jugendsport."

Wer sich bewerben möchte, um in den Lostopf zu kommen, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen. So müssen es entweder Jugendsportvereine sein oder Sportvereine, die mindestens fünf Prozent jugendliche Mitglieder haben, aktiv im Jugendsport sind, gemeinnützig und in Amberg oder näherer Umgebung ansässig sind. Unterstützen will der Lions-Club mit seiner Initiative insbesondere Projekte, die sich mit Themen wie Inklusion, Erziehung, Gewaltprävention, Persönlichkeitsentwicklung, Toleranz, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Integration, Resozialisierung, Gesundheitsaufklärung, Suchtprävention, Bildung, nachbarschaftlicher Zusammenhalt, Jugendlager, Ausbildungslager oder Zeltlager befassen. Also alles Ziele, für die auch der Lions-Club nach Worten von Peter Seidl einsteht. Er nennt als Beispiel die Völkerverständigung, für die die Lions stehen. "Das lässt sich wunderbar mit dem Sport verbinden."

Geld für konkrete Projekte

Sportvereine, die sich anhand dieser Kriterien angesprochen fühlen, können sich nach Auskunft von Robert Jung zunächst formlos beim Lions-Club per E-Mail (LC-Amberg[at]t-online[dot]de) bewerben. Der Lions-Club meldet sich dann bei Einsendern zurück und fragt neben den allgemeinen Daten zum Verein (Vereinsname, Kontaktadresse, Gemeinnützigkeit, Anzahl der Vereinsmitglieder beziehungsweise der Jugendlichen) auch ab, in welches konkrete Projekt das Geld fließen soll und was der Verein damit erreichen will.

Nach der Bewerbungsfrist, die am Montag, 27. April, endet, wird das Organisationskomitee die Bewerbungen sichten und entscheiden, welche Vereine die Kriterien erfüllen und somit mit ihren Projekten in den Lostopf kommen. Die Ziehung der fünfmal 1000 Euro wird Oberbürgermeister Michael Cerny dann am 15. Mai vornehmen. Bis spätestens Ende Mai will der Lions-Club die Spenden an die Vereine übergeben – in welcher Form, das ist allerdings wegen Corona bislang noch unklar.

Wiederholung vorstellbar

Der Lions-Club ist nun gespannt auf die Zahl der Bewerbungen. Schlägt die Sportförderungs-Lotterie ein, ist laut Präsident Peter Seidl durchaus vorstellbar, eine solche Verlosung zu wiederholen, beispielsweise in einem Turnus von zwei Jahren. Aktionen wie diese kosten den Lions-Club Geld, durch andere wiederum nimmt er welches ein. Zum Beispiel durch den Verkauf des Adventskalenders. Dass dieser vor dem Advent 2020 reißenden Absatz fand, freut nicht nur Seidl, sondern auch Hans Rogenhofer, Vorsitzender des Lions-Hilfswerks.

Adventskalender-Preisverteilung in Coronazeiten

Amberg

Bis sich die Mitglieder wieder in Präsenz treffen dürfen, werden die Lions weiterhin die Möglichkeit der Online-Meetings rege nutzen. Wobei Seidl und Rogenhofer betonten, dass gerade die älteren Mitglieder häufig nicht die digitale Form nutzen können. "Sie erreichen wir mit Rundschreiben", so Seidl. Natürlich sei es schwer, Kontakt zu halten, wenn man sich nicht sehen dürfe. Vermissen würden die Lions gesellige Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Ausflüge, Fisch- und Gansessen. Online abgehalten wurde sogar eine Whisky-Verkostung – quasi vom Wohnzimmer ins Wohnzimmer. "Das war schon ein Gemeinschaftserlebnis", blickt Seidl zurück und betont nochmals, dass der Lockdown und die vielen Beschränkungen andere noch härter treffe als die Lions. Zum Beispiel die Jugendarbeit. Und genau da wollen die Lions mit ihrer Aktion nun helfen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.