Amberg
02.10.2026 - 07:00 Uhr

Neue „Crime Daheim“-Folge zum Fall Klaus-Peter Beer: Die extreme Rechte in Amberg

In der zweiten Folge der Miniserie zu Klaus-Peter Beer beleuchtet das Podcast-Team die extreme Rechte in der Oberpfalz von 1990 bis heute, welche Rolle die Täter darin hatten und wie präsent Gewalt im Alltag war.

Zwei Neonazis töten im September 1995 Klaus-Peter Beer in Amberg. In Folge 2 der Miniserie beschäftigt sich das Podcast-Team von „Crime Daheim“ mit der rechtsextremen Szene in Amberg. Symbolbild: Bernd Thissen/dpa
Zwei Neonazis töten im September 1995 Klaus-Peter Beer in Amberg. In Folge 2 der Miniserie beschäftigt sich das Podcast-Team von „Crime Daheim“ mit der rechtsextremen Szene in Amberg.

Klaus-Peter Beer begegnet Richard L. und Dieter M. in der Nacht auf den 7. September 1995 zufällig in einer Kneipe in Amberg. Als die beiden stadtbekannten Neonazis mitbekommen, dass Beer homosexuell ist, schlagen sie ihn im Stadtgraben brutal zusammen und treten immer wieder mit ihren Springerstiefeln auf seinen Kopf ein. Anschließend werfen sie den bewusstlosen Mann in die Vils, wo er ertrinkt. Klaus-Peter Beer wurde 49 Jahre alt. Er stirbt, weil seine Homosexualität nicht in das Weltbild der beiden Täter passte.

Während die Polizei öffentlich noch nach einem der bekannten Täter fahndet, lässt sich die extreme Rechte in Amberg davon offenbar nicht beeindrucken, wie Polizei- und Presseberichten der Zeit zu entnehmen ist. Nur wenige Wochen nach der Tat ziehen Neonazis im Oktober durch die Stadt, grölen rechtsextreme Parolen, zeigen Hitlergrüße und bedrohen Passanten mit Waffen. Bei der Festnahme durch die Polizei eskalieren die Neonazis die Situation erneut, dabei sollen sich auch Schüsse aus einer Gaspistole gelöst haben.

Mini-Serie zu Klaus-Peter Beer

In der ersten Folge der neuen Crime-Daheim-Miniserie, die bereits am 18. September erschienen ist, beschäftigt sich das Gerichtsteam mit dem Leben, dem Tod und der juristischen Aufarbeitung des Falls. In der zweiten Folge wird die extreme Rechte in der Oberpfalz in den 90er-Jahren bis heute beleuchtet und welche Rolle die Täter darin innehatten. In der dritten Folge betrachten die Reporter, wieso der Weg zum Gedenken an Klaus-Peter Beer gerade in seiner Heimatstadt ein langer und steiniger war.

Teil 2 der neuen Podcast-Serie zum Fall Klaus-Peter Beer ist ab dem 2. Oktober auf allen bekannten Podcast-Playern und auf der Webseite von Onetz zu hören. Viele weitere spannende Aspekte rund um die Arbeit des Gerichtsteams gibt es außerdem in den sozialen Medien, zum Beispiel auf Instagram unter crimedaheim_podcast.

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