15.10.2021 - 14:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Oberpfälzer Bürgerenergiepreis für Solarenergie-Förderverein Amberg

Gegen den Klimawandel kann jeder einzelne etwas tun. Hervorragende Beispiele für nachhaltige Ideen werden jährlich mit dem Oberpfälzer Bürgerenergiepreis ausgezeichnet. In diesem Jahr ging einer der drei Preise nach Amberg.

Eine Solaranlage (Symbobild). Ein Thema, mit dem sich der Solar-Energieförderverein Amberg beschäftigt. Er wurde jetzt in Regensburg mit dem Oberpfälzer Bürgerenergiepreis ausgezeichnet.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Beraten, unterstützen und Wissen vermitteln: Darin besteht das Engagement des Solarenergie-Fördervereins Amberg. Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass in der Region mehr Solarenergie verwendet wird. Sie werben in Schulen, Kindergärten und bei kommunalen Veranstaltungen für den Einsatz erneuerbarer Energien und informieren über Photovoltaik, Solarthermie, alternative Wärmegewinnung, Speichermöglichkeiten und Elektromobilität. Der Verein veranstaltet Ausstellungen, stellt Referenten für Kommunen zur Verfügung und verteilt Lernmaterial wie Solar-Spielsachen an Schulen und Kindergärten.

Für das große Engagement wurde der Verein am Donnerstagabend im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet. Der Preis wird alljährlich gemeinsam vom Bayernwerk und der Regierung der Oberpfalz verliehen. Mit 10.000 Euro ist er insgesamt dotiert. An den Solar-Förderpreis Amberg ging ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Zweiter Bürgermeister Martin Preuß dankte dem Verein für den langjährigen, hervorragenden Einsatz. Vorsitzender Hans-Jürgen Frey nahm die Auszeichnung entgegen. Er sagte, es sei wichtig, dass die Politik vor Ort die Ziele des Vereins unterstützt. Besonders freue es ihn, dass in Amberg eine Solarpflicht für Neubauten erreicht wurde.

30 Bewerbungen

Rund 30 Bewerbungen waren für den Oberpfälzer Bürgerenergiepreis eingegangen. „Der Jury fiel die Entscheidung schwer, weil so vielfältige Bewerbungen ankamen“, sagte Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid bei der Veranstaltung, die unter der Erfüllung der neuen 3-G-Plus-Regel abgehalten wurde. Da alle Teilnehmer geimpft, genesen oder PCR-getestet waren, konnte weitgehend auf Corona-Einschränkungen verzichtet werden. Luderschmid betonte, dass diesmal drei Gruppierungen und keine Einzelpersonen ausgezeichnet wurden. „Das zeigt, wie wichtig es ist, an einem Strang zu ziehen.“ Weitere Preise gingen an die Nahwärmegemeinschaft Köttlitz (Kreis Schwandorf) und den Stammtisch Tradt (Kreis Cham), der einen Schulbus organisiert, damit die Eltern nicht einzeln fahren.

„Sie sind unsere Energiehelden“, lobte der Regierungsvizepräsident die Preisträger. Die jüngsten Klimakatastrophen weltweit hätten drastisch aufgezeigt, dass es Zeit zu handelt ist. Der Umgang mit Energie spiele hierbei eine wichtige Rolle. „Wir müssen Energie einsparen, die Energieeffizienz steigern und die erneuerbaren Energien ausbauen.“

Megaprojekt Energiewende

Das Megaprojekt der Energiewende sei von Politik und Wirtschaft nicht alleine zu stemmen, sagte Markus Leczycki, Leiter des Bayernwerk-Kommunalmanagements. Es brauche eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Der Bürgerenergiepreis sei denjenigen gewidmet, „die nicht gscheit daherreden, sondern die anpacken“. Ihr Engagement solle eine Bühne bekommen – und im besten Falle Nachahmer finden. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Informationen dazu gibt es unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis.

Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen boomen auch in Amberg

Amberg
Hans-Jürgen Frey (Zweiter von links) nahm die Auszeichnung für den Solarenergie-Förderverein Amberg entgegen. Bayernwerk-Vertreter Markus Leczycki (von links), Bürgermeister Martin Preuß und Regierungsvizepräsident Florian Luderschmid gratulierten.

 

 

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