15.09.2021 - 14:45 Uhr
AmbergOberpfalz

ÖDP lobt Photovoltaik-Anlage der Gewerbebau als "perfektes System"

„Rechnet sich die Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach?“: Susanne Witt, ÖDP-Direktkandidatin für den Bundestag, wollte das von der Wirtschaftsförderung Amberg, der Gewerbebau, wissen.

Geschäftsführer Karlheinz Brandelik informierte Susanne Witt und Franz Badura von der ÖDP über die PV-Anlage auf dem Dach der Gewerbebau.
von Externer BeitragProfil

Die Gewerbebau hat auf dem Dach ihres Gebäudes in der Emailfabrikstraße eine Photovoltaik/PV-Anlage: Rechnet sich diese? Susanne Witt, Bundestags-Direktkandidatin der ÖDP, und ihr Parteikollege, Bürgermeister Franz Badura,wollten dazu mehr von Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik wissen. „Die Entscheidung, hier eine Photovoltaikanlage zu installieren, war goldrichtig“, betonte Brandelik laut einer Pressemitteilung der ÖDP. „Wir haben hier auf der 1000-Quadratmeter-Fläche unseres Daches eine 100.000-kWh-Anlage, das ist eine der größten in Amberg.“ Die zentrale Renditefrage beantwortete er so: „Innerhalb von zehn Jahren ist unsere Anlage abbezahlt. Da die Einspeisevergütungen stark gesenkt wurden, geschieht dies vor allem durch die eingesparten Stromkosten. Außerdem sind die Module heute deutlich preiswerter als früher. Damit ist die Installation einer Photovoltaikanlage längst eine ziemlich sichere Investition.“

Konkret werden laut Pressemitteilung bei der Anlage in der Emailfabrikstraße rund 40 Prozent des erzeugten Stroms für den Betrieb der topmodernen Kühlanlage des gesamten Hauses verwendet, in der 16 Grad kaltes Wasser durch Kühlelemente an der Decke fließt. Anders als bei herkömmlichen Klimaanlagen geschehe dies "ohne störende Geräusche, ohne Zugluft und ohne Staubverwirbelungen". Weitere rund 40 Prozent der Energie würden für Computer und Beleuchtung in den eigenen Büros sowie die Gewerbebau-Elektroflotte genutzt. Die restlichen 20 Prozent des Stroms fließen ins Netz.

Susanne Witt war begeistert: „Das ist ein perfektes System. Dieses Beispiel muss unbedingt Schule machen.“ Karlheinz Brandelik erklärte, dass gerade in Unternehmen der Strombedarf tagsüber hoch und relativ konstant sei. Der zeitgleich erzeugte Solarstrom könne diesen Bedarf bei passenden Wetter gut decken. Richtig genial sei die Kombination von Kühlanlage und Photovoltaik. „Das ist der Königsweg der Zukunft“, lobte Witt. „Dezentrale Stromerzeugung exakt am Ort des Verbrauchs, das ist absolut vorbildlich. Auf diese Weise bekommen wir zusätzlich kleinere Systeme der Energieversorgung, die viel einfacher zu managen sind und mit deutlich weniger Transportverlusten arbeiten.“ Ergänzend forderte sie: „Bis zum Jahr 2030 müssen wir unseren Strombedarf in Deutschland komplett aus erneuerbaren Energien decken.“

Bürgermeister Franz Badura fügte hinzu: „Um die Energiewende entschlossen voranzutreiben, haben wir im Stadtrat erfolgreich die PV-Pflicht auf neuen Gewerbedächern durchgesetzt. 60 Prozent der jeweiligen Dachfläche müssen künftig mit PV-Modulen belegt sein und Strom erzeugen.“ Gerade Lager- und Produktionshallen seien besonders gut für PV-Anlagen geeignet, da sie in der Regel groß, flach und stabil seien.

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