13.12.2020 - 14:49 Uhr
AmbergOberpfalz

OTH Amberg-Weiden nutzt Ex-Grammer-Zentrale und baut Digitalen Campus aus

Die Grammer AG hat nach ihrem Umzug nach Ursensollen in Amberg keinen Leerstand hinterlassen. Dort, wo sich einst die Firmenzentrale befand, kann die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) räumlich aus dem Vollen schöpfen.

Auch wenn das OTH-Logo vor dem ehemaligen Grammer-Gebäude noch fehlt, die Planungen sind abgeschlossen. Von links: Professor Ulrich Schäfer, Professor Wolfgang Schindler, Professor Wolfgang Weber, OTH-Vizepräsident Alfred Höß und Andrea Klug, die Präsidentin der Hochschule.
von Externer BeitragProfil

Künstliche Intelligenz, Logistik und Digitalisierung, Digital Business, Geo-Informatik und Land-Management, Ingenieurpädagogik: Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren ihr Studienangebot im Bereich Digitalisierung innerhalb des Kompetenzzentrums Digitaler Campus stark ausgebaut. Zudem haben Kooperationen mit Unternehmen im Umfeld von Industrie 4.0 stark zugenommen.

Mit der Einrichtung der neuen Studiengänge, der Berufung von weiteren Professoren und des Ausbaus im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiter ist demnach ein zusätzlicher Flächenbedarf insbesondere für Labore und PC-Pools entstanden. Platz, der auf dem Campus der OTH in Amberg fehlt, aber in direkter Nachbarschaft vorhanden ist: Im ehemaligen Grammer-Gebäude. Wörtlich heißt es in dem Schreiben der OTH: "Diese Erweiterung in Verbindung mit neu und modern ausgestatteten Laboren eröffnet den Studierenden und den kooperierenden Unternehmen bestmögliche Bedingungen." Die neuen Labore werden für Lehre, angewandte Forschung, Transfer und Weiterbildung eingesetzt. Die Hochschule Amberg-Weiden sei in die Hightech-Agenda Bayern einbezogen und erhalte zusätzliche Stellen sowie Sachmittel in einem Investitionsvolumen von 5,6 Millionen Euro. In den Konzepten sei die Erweiterung der Laborräume bereits berücksichtigt worden. Daher sei es dank der Förderung nun möglich, in Amberg eine Fläche von insgesamt 2454 Quadratmetern anzumieten. Genauer gesagt in der ehemaligen Grammer-Zentrale. Die Immobilie gehört der Gewerbebau Amberg und befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Campus.

"Die Nutzung des ehemaligen Grammer-Gebäudes ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf den weiteren Ausbau unserer Hochschule in Zukunftsfeldern", wird OTH-Präsidentin Andrea Klug zitiert. Die Hochschule habe vor, in den Räumen im Erdgeschoss sowie in der 1. und 3. Etage eine digitale Modellfabrik zu errichten. Mit im Boot seien Partner, darunter die Siemens AG. Entstehen sollen zudem ein Besucherzentrum, ein Robo-Campus, Labore und Büroflächen.

Professor Ulrich Schäfer, Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik, ergänzt: "Die Anmietung von Flächen ist dringend notwendig. Durch den Ausbau des Studienangebots, beispielsweise im Bereich Künstliche Intelligenz, braucht unsere Fakultät Platz, um vor allem entsprechende Labore für die praktische Ausbildung einzurichten." Ziel sei es, Studenten ein hochaktuelles Labor- und Lernumfeld zu bieten. Die Planungen für die notwendigen Umbauten seien abgeschlossen. Jetzt werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Räume bezugsfertig zu machen.

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