Amberg
16.11.2018 - 13:02 Uhr

Die Papiertüte kehrt zurück

Papiertüten statt Plastik, Kompost aus Biomüll - es ist wieder Europäische Woche der Müllvermeidung. Und die Stadt Amberg mischt ganz aktiv mit.

Die Vertreter von Stadt Amberg, vom Wochenmarkt und von der Firma Bergler machen Werbung für etwas, das früher selbstverständlich gewesen und mittlerweile fast verschwunden ist: die Papiertüte. Bild: ass
Die Vertreter von Stadt Amberg, vom Wochenmarkt und von der Firma Bergler machen Werbung für etwas, das früher selbstverständlich gewesen und mittlerweile fast verschwunden ist: die Papiertüte.

Wer am Freitag auf dem Bauernmarkt eingekauft hat, dem sind die braunen Papiertüten mit dem Amberg-Aufdruck aufgefallen. Denn an diesem Tag - und solange der Vorrat reicht - packen die Beschicker des Marktes ihre Waren in diese ökologischen Vielzweckwaffen. Damit kann nicht nur überflüssiger und höchst schwierig zu entsorgender Plastikmüll vermieden werden. Auch als Biomüllbehälter eignet sich die Tüte hervorragend.

"Das Ding ist sehr robust", stellte Bürgermeister Martin Preuß beim offiziellen Pressetermin am Marktplatz fest, der sich gerne in die aktive Werbung für die ökologische Alternative einspannen ließ. Wie die städtische Abfallberaterin Katrin Seuß erläuterte, passe die Aktion, Plastik durch Papier zu ersetzen, auch perfekt zum Prinzip des regionalen Einkaufens auf dem Bauernmarkt.

Darüber hinaus wolle man den Bürger dafür sensibilisieren, den eigenen Biomüll wieder zu sammeln. Wie wertvoll dieser Biomüll ist, das bewiesen die 50 Eimer mit bestem Kompost aus Biomüll, die Marion Bergler vom gleichnamigen städtischen Entsorger an die Passanten verteilte. Die wurden gerne mitgenommen, manch einer ließ sich einen der Zehn-Liter-Behälter auch gerne zurückstellen, um ihn auf dem Nachhauseweg dann abzuholen.

Die Papiertüten, die zunächst in einer Auflage von 10 000 Stück angeschafft worden sind, zeigen auf einer Seite das Amberg-Logo. Die Rückseite schmückt ein buntes Wimmelbild, in dem man bei genauem Hinsehen sogar ein Amberger Müllauto entdecken kann. Jeder Beschicker des Wochenmarktes hat zunächst einmal 250 der Tüten erhalten, wie Katrin Seuß erklärte. Die könnten wegen ihrer großen Haltbarkeit selbstverständlich mehr als einmal verwendet werden. Und wenn sie dann eingerissen seien, könne man immer noch den Biomüll darin sammeln.

Wenn es nach Marion Bergler geht, soll dieser auch möglichst nicht in den verrottbaren Plastiktüten gesammelt werden. Die seien zwar tatsächlich umweltfreundlich, würden aber sehr lange brauchen, bis sie verrotten. Und sie seien nur schwer von "richtigen" Plastiktüten zu unterscheiden, müssten daher beim Entsorger mühselig von Hand aus dem Biomüll geglaubt werden.

 
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