Amberg
25.08.2021 - 14:35 Uhr

Probanden gesucht: OTH Amberg-Weiden startet Studie zur "Laufmaus"

Die Computermaus kennt jeder, aber die Maus zum Laufen? In Amberg beginnt jetzt eine Studie zu einem neuartigen Griffelement, das die Körperhaltung beim Joggen verbessern soll. Probanden werden gesucht.

Die "Laufmaus" von Erfinder Dr. Horst Schüler Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden/exb
Die "Laufmaus" von Erfinder Dr. Horst Schüler

Aufrechtere Körperhaltung, keine Verspannungen oder Rückenschmerzen, verbesserte Atmung, mehr Leichtigkeit und besserer Laufrhythmus – viele Hobbyläufer sind vom Nutzen der "Laufmaus" – einem ergonomisch geformten Griffelement, das für eine verbesserte Haltung sorgen soll – bereits überzeugt. An der OTH Amberg-Weiden startet nun eine mehrjährige Gemeinschaftsstudie mit dem Klinikum Fichtelgebirge, um die Auswirkungen des Geräts auf den Bewegungsapparat genauer zu untersuchen und die beschriebenen Aspekte wissenschaftlich zu quantifizieren.

„Mit der Studie wollen wir die positiven Effekte der Laufmaus, die von Nutzern schon vielfach bestätigt wurden, einer umfangreichen Untersuchung unterziehen“, erläutert Prof. Dr. med. Stefan Sesselmann, Projektleiter an der OTH Amberg-Weiden in einer Pressemitteilung der Hochschule, und konkretisiert: „Die Studie besteht aus mehreren Projektphasen, im ersten Schritt arbeiten wir mit Laufanfängern und analysieren die biomechanischen Bewegungsabläufe mit und ohne Laufmaus auf einem Laufband. Damit schaffen wir sozusagen die Basis für weitere Projektphasen.“ Im weiteren Verlauf sind umfangreichere Untersuchungen mit ambitionierten Läufern geplant, um nicht nur den Sofort-Effekt, sondern auch langfristige Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und den Laufstil messen zu können.

Für die "Laufmaus" gibt es ein weiteres Einsatzgebiet abseits vom Sport: Bei Problemen und Beschwerden des Bewegungsapparats, zum Beispiel nach Verletzungen, Krankheiten oder durch Fehlstellungen. So war es auch eine schwerwiegende Verletzung des Erfinders, die den Anstoß zur Entwicklung gab: Dr. Horst Schüler, Sport- und Allgemeinmediziner sowie Osteopath aus Münster, entwickelte das Griffelement nachdem er merkte, dass sich sein Bewegungsspielraum durch eine Entlastungsposition der Arme deutlich verbesserte. Für die erste Projektphase werden aktuell Laufanfänger als Probanden gesucht. Interessierte können sich per E-Mail an Christopher Fleischmann (c.fleischmann[at]oth-aw[dot]de) wenden, um mehr Details zu erfahren.

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Weiden in der Oberpfalz13.04.2021
Die Teilnehmer der ersten Projektbesprechung (von links): Projektmitarbeiter Christopher Fleischmann, M.Sc., Prof. Dr. Stefan Sesselmann, Projektleiter an der OTH Amberg-Weiden, Doctor-medic Michael Turcanu, Oberarzt am Klinikum Fichtelgebirge, Christian Wolf, Athletiktrainer, Prof. Dr. Alexander Schuh, Wissenschaftlicher Leiter am Klinikum Fichtelgebirge, Dr. Horst Schüler, Erfinder der "Laufmaus", Dr. Philipp Koehl, Ärztlicher Direktor am Klinikum Fichtelgebirge, Irina Leher, M.Sc., Projektmitarbeiterin sowie Bernd Urban senior und junior, Sanitätshaus Urban & Kemmler Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden/exb
Die Teilnehmer der ersten Projektbesprechung (von links): Projektmitarbeiter Christopher Fleischmann, M.Sc., Prof. Dr. Stefan Sesselmann, Projektleiter an der OTH Amberg-Weiden, Doctor-medic Michael Turcanu, Oberarzt am Klinikum Fichtelgebirge, Christian Wolf, Athletiktrainer, Prof. Dr. Alexander Schuh, Wissenschaftlicher Leiter am Klinikum Fichtelgebirge, Dr. Horst Schüler, Erfinder der "Laufmaus", Dr. Philipp Koehl, Ärztlicher Direktor am Klinikum Fichtelgebirge, Irina Leher, M.Sc., Projektmitarbeiterin sowie Bernd Urban senior und junior, Sanitätshaus Urban & Kemmler
In der Studie werden biomechanische Auswirkungen de "Laufmaus" untersucht Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden/exb
In der Studie werden biomechanische Auswirkungen de "Laufmaus" untersucht
Durch das Greifen der "Laufmaus" ergeben sich einige positive Auswirkungen auf den Bewegungsapparat Bild: Misch, OTH Amberg-Weiden/exb
Durch das Greifen der "Laufmaus" ergeben sich einige positive Auswirkungen auf den Bewegungsapparat
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