15.09.2021 - 10:33 Uhr
AmbergOberpfalz

Real nimmt neue Eigentümerin wegen Amberger Sozialplan in Schutz

Trotz der "vollumfänglich" erfüllten Zusicherung, das Personal zu übernehmen, seien Schließungen nie ausgeschlossen worden. Das teilt die Real GmbH mit. Sie erklärt auch, wie es zu dem Sozialplan für alle 83 Mitarbeiter in Amberg kommt.

Der Real-Markt in Amberg an der Fuggerstraße schließt zum 31. Mai 2022.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Der Real-Markt an der Fuggerstraße schließt zum 31. Mai nächsten Jahres. Das hat ein Unternehmenssprecher zu Beginn dieser Woche im Gespräch mit Oberpfalz-Medien bestätigt und auch von einem Sozialplan für alle 83 Amberger Mitarbeiter gesprochen. In dem am Dienstag, 14. September, dazu erschienenen Artikel heißt es, dass es mit Blick auf die Arbeitsplätze unterschiedliche Aussagen gegeben habe. Darauf reagiert Real schriftlich.

Patrick Kaudewitz, der Vorsitzende des Verwaltungsrats von SCP Retail Investments, die im Juni 2020 alle 273 Real-Filialen übernommen hatte, sagte dem „Handelsblatt“ damals in einem Interview: „Alle rund 34 000 Mitarbeiter werden mit ihren bestehenden Verträgen zu den bestehenden Konditionen übernommen.“ Von einem Sozialplan war damals nicht die Rede. Die Formulierung, es habe folglich widersprüchliche Aussagen bezüglich der Jobsicherheit gegeben, will die in Düsseldorf ansässige Real GmbH nicht unkommentiert lassen.

Metro verkauft an SCP Group

In einer Erklärung des Unternehmens heißt es: "Am 25. Juni 2020 hatte der bisherige Real-Eigentümer, die Metro AG, die Real GmbH zu 100 Prozent an die SCP Group verkauft." In diesem Zusammenhang werde der SCP-Offizielle in besagtem "Handelsblatt"-Artikel mit der Aussage zitiert, dass das komplette Personal zu den bestehenden Konditionen weiterbeschäftigt werde. Diese Zusicherung sei seitens der SCP Group im Juni 2020 durch die Übernahme des stationären Real-Geschäftes, des Real-Digitalgeschäfts inklusive des Online-Marktplatzes und der Übernahme von 80 Immobilien sowie aller zu Real gehörenden Gesellschaften vollumfänglich erfüllt worden.

Dass es dennoch zu einem Sozialplan für alle Amberger Beschäftigen kommt, stehe in keinem Zusammenhang mit den im "Handelsblatt" getätigten Aussagen, denn: "Ausdrücklich wurden zum Zeitpunkt der Übernahme aber auch Schließungen einzelner Real-Märkte nicht ausgeschlossen." Die Hintergründe, die zur Schließung des Amberger Marktes führen, hatte der Unternehmenssprecher zu Wochenbeginn so erklärt: "Nicht in allen Fällen ist dabei jedoch eine unmittelbare Nachnutzung des Marktes durch das übernehmende Unternehmen möglich. Hintergrund sind Planungen des neuen Betreibers, die weitreichende konzeptionelle und bauliche Veränderungen beinhalten."

Viel deutet auf Edeka hin

Wie berichtet, trägt sich laut Informationen von Oberpfalz-Medien das Unternehmen Edeka mit dem Gedanken, seinen bisher an der Merzstraße in Amberg untergebrachten Großhandel an den jetzigen Real-Standort Fuggerstraße umzusiedeln. Dieses Vorhaben und der dadurch erforderliche Sozialplan stehen laut dem Real-Sprecher "jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Firmenübergang von Metro an SCP im Juni 2020."

Zudem legt der Unternehmenssprecher Wert auf die Feststellung, dass er die Markt-Schließung nicht als Metro-Sprecher bestätigt habe, sondern in seiner Funktion als Vertreter der Real GmbH.

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