18.04.2021 - 09:20 Uhr
AmbergOberpfalz

Restaurantbesuch in Coronazeiten: Amberger will Daten digital erfassen

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Derzeit nicht erlaubt: der Restaurantbesuch. Doch wenn es wieder soweit ist, will ein junger Amberger die zur Pandemie-Bekämpfung nötige Datenerhebung für Gäste und Gastronomen mit einem digitalen Formular vereinfachen.

Alexander Dreher aus Amberg will die Zettelwirtschaft bei Restaurantbesuchen in Coronazeiten beenden. Die Besucher sollen sich digital registrieren und bekommen dann einen QR-Code zugeteilt, der am Empfang gescannt wird.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Gesperrte Tische, Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel, Datenerfassung: Restaurantbesuche haben sich in Coronazeiten ziemlich verändert – wenn sie denn überhaupt erlaubt sind. So mussten 2020 plötzlich alle Gäste einer Wirtschaft persönliche Angaben machen. Kontrolliert wurden diese bei Bedarf vom Gesundheitsamt – dann nämlich falls es einen nachweisbaren Corona-Fall bei Besuchern oder beim Personal gab. So konnten Personen, die sich möglicherweise angesteckt hatten, benachrichtigt werden.

Eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie. Für die Gastronomen bedeutete das aber auch: jede Menge Papier und Organisation. Die Kellner mussten desinfizierte Stifte bereithalten und die Besucher erst einmal schreiben bei ihrer Ankunft. Ein 22-jähriger Amberger will diese Zettelwirtschaft beenden.

Digitale Datenerfassung

Alexander Dreher ist mit "Simple Digit" seit rund drei Jahren selbstständig als Web-Developer und -Designer. Er hat ein Formular programmiert, das die Benutzer- oder Gästeerfassung leichter machen soll. "Damit passiert das alles noch vor dem Besuch im Restaurant. Stressfrei Zuhause oder per Smartphone", erklärt Dreher. "Danach geht es bequem zum Termin, ohne noch einmal einen Stift in die Hand nehmen zu müssen." Für die Gäste minimiere das dem Amberger zufolge den Stress, für den Restaurantbetreiber den Archivierungs-Aufwand. Ordner für Datenblätter müssten nicht mehr extra angelegt werden.

Doch wie funktioniert das? Es ist eine digitale Besucherregistrierung, erläutert Dreher. Ansprechen möchte er damit nicht nur Wirtsleute, auch bei anderen Terminvergaben sei sein Online-Kontaktformular anwendbar. Es könne zum Beispiel in schon bestehende Internetseiten eingebaut werden. Der Besucher würde das dann "einfach vom Smartphone, Tablet oder Computer" ausfüllen, erzählt der 22-Jährige. "Dadurch sinken der Papierverbrauch und die Verwaltungskosten."

QR-Code für jeden Besucher

Hat der Besucher das Online-Formular ausgefüllt, geht eine E-Mail an beide Seiten, so Dreher. Eine an den Unternehmer oder Inhaber der Gaststätte. Die andere an denjenigen, der sich registriert hat. Der bekomme auch einen QR-Code, den er dann am Empfang bei seinem Termin vorzeigt. "Sobald der Code hygienisch und kontaktlos vom Personal eingescannt wurde, wird abgeglichen, ob die Angaben passen", sagt der Entwickler. Individuell anpassbar seien nicht nur die gewünschten Eingabefelder im Formular, sondern auch die Speicherdauer der Daten. Das ist aus Datenschutzgründen wichtig: Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist würden sie DSGVO-konform gelöscht werden.

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Auf seiner Homepage zeigt Alexander Dreher, wie das Formular aussehen könnte

Alexander Dreher ist 22 Jahre alt und kommt aus Amberg, er ist mit "Simple Digit" als Web-Developer selbstständig.
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