20.01.2021 - 08:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Richter Gerhard Maier geht in Ruhestand

Als Vorsitzender des 12. Zivilsenats ist Gerhard Maier beim Oberlandesgericht Nürnberg in den Ruhestand getreten. Zuvor hatte er unter anderem die Position des Vizepräsidenten beim Landgericht Amberg inne.
von Autor HOUProfil

Am Oberlandesgericht Nürnberg ist die glänzende Berufskarriere eines Amberger Juristen zu Ende gegangen. Mit Ablauf des Monats Dezember hat der Vorsitzende Richter Gerhard Maier den Ruhestand angetreten. Es war seine ruhige besonnene Art, die ihn zu einem Stützpfeiler der Justiz machte. Hinzu kam juristischer Sachverstand, der Maier später bis hinauf in ein Spitzenamt führte. Er begann 1985 als Staatsanwalt in Amberg, wechselte 1989 als Richter nach Schwandorf, und ging 1991 an das damals noch bestehende Amtsgericht Nabburg.

1992 kehrte Gerhard Maier als Gruppenleiter zur Amberger Staatsanwaltschaft zurück. Im Jahr 2000 folgte für ihn eine erste Versetzung nach Nürnberg. Beim Oberlandesgericht wurde Maier Beisitzer in drei Zivilsenaten. Seine Karriereleiter hatte weitere Sprossen. Von 2004 an kehrte Maier an das Landgericht Amberg zurück und wurde Vorsitzender der Ersten Zivilkammer. Vier Jahre später avancierte der Jurist zum Vizepräsidenten des Landgerichts Amberg, war in der Folgezeit Vorsitzender mehrerer Strafkammern. Darunter auch der Ersten Strafkammer und des Schwurgerichts.

Abermals ging Gerhard Maier anschließend nach Schwandorf. Vom 1. Dezember 2011 bis 30. September 2014 führte er das Amtsgericht als Direktor und hatte dabei auch den Vorsitz beim Schöffengericht inne. Ab 1. Oktober 2014 folgte Maier einem erneuten Ruf an das Nürnberger Oberlandesgerichts. Dort wurde er Vorsitzender des 12. Zivilsenats.

In einer Verlautbarung des OLG heißt es nun, Gerhard Maier und sein Zivilsenat seien zuletzt mit schier unglaublichen 5400 Berufungsverfahren im Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal befasst gewesen. "Sie haben dabei logistisch und organisatorisch Großartiges geleistet", bescheinigte ihm Oberlandesgerichts-Präsident Thomas Dickert zum Abschied.

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