Dringender denn je werden qualifizierte Facharbeiter benötigt – das hat stellvertretender Kreishandwerksmeister Dietmar Lenk bei der Lehrabschlussfeier der Schreiner-Innung Amberg-Sulzbach im Kummert-Bräu in Amberg betont. Innungsobermeister Richard Siegler bezeichnete den diesjährigen Abschlusslehrgang als einen besonderen, denn er sei von Corona mit all den unangenehmen Facetten wie Testen, Maskenpflicht und Schulschließung begleitet gewesen. Trotz aller widrigen Umstände hätten die „frischen Schreiner-Junggesellen“ ihre Lehrzeit mit einem Super-Ergebnis abgeschlossen. Dafür zolle er ihnen höchsten Respekt, so Siegler. Schreiner sei ein wunderbarer Beruf, man arbeitete mit dem faszinierenden Werkstoff Holz. Und was daraus gefertigt werden könne, sehe man bei den präsentierten Gesellenstücken.
"Das Handwerk wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger", hob Siegler hervor und riet den Jung-Gesellen: "Macht's was draus". Der Arbeitsmarkt erwartet sie sehnsüchtig, sagte auch stellvertretender Landrat Stefan Braun zu den Absolventen. Das duale Ausbildungssystem mit Berufsschule und Lehrbetrieben habe sich bewiesen, wie das herausragende Ergebnis dieser Gesellenprüfung zeige. Zweifelsfrei sei Schreiner ein Beruf mit Zukunft, ein Beruf mit Liebe zum Detail. Schreiner machten Frauen glücklich, ergänzte Franz Badura, 3. Bürgermeister der Stadt Amberg, mit einem Augenzwinkern. Denn: "Sie fertigen individuelle Möbelstücke für den Haushalt". Gäbe es keine Handwerker, so Badura, dann würde "in unserer Gesellschaft einfach nichts laufen".
Stellvertretender Kreishandwerksmeister Dietmar Lenk riet den jungen Schreinergesellen, ihrem erlernten Beruf treu zu bleiben, die handwerklichen Netzwerke und Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen, um die Meisterprüfung abzulegen und vielleicht auch eine eigene Schreinerei zu gründen. "Arbeit sei für uns Handwerker wirklich genügend da“. Als Vertreterin der Berufsschule meinte Sabine Fersch, dass die jungen Schreinergesellen zu Beginn ihrer Ausbildung nicht hätten ahnen können, was alles auf sie zukommen würde. Corona sei "für Auszubildende, Schule und Ausbildungsbetriebe zu einer noch nie dagewesene Herausforderung geworden.
Als Prüfungsbeste schlossen Julius Beer (Schreinerei Fellner, Massenricht) und Niklas Schalzl (Schreinerei Werner Renner, Etzelwang) ihre Ausbildung ab. Altmeister Jürgen Willner zeichnete Julius Beer noch für die „Gute Form“ aus. Bei diesem bundesweiten Wettbewerb müssen zeitgemäße, filigrane und nicht einem Modestil unterworfene Werkstücke gefertigt werden. Abschließend meinte Berthold Maier, stellvertretende Obermeister der Schreiner-Innung, die jungen Schreinergesellen mit ihrer qualifizierten Ausbildung könnten optimistisch in die Zukunft blicken. Musikalisch gestalteten die Geschwister Cornelia und Andreas Fischer die Lehrabschlussfeier.













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