05.03.2020 - 09:39 Uhr
AmbergOberpfalz

Schweißtreibender Fitmacher

Der regelmäßige Gang in die Sauna ist gut für die Gesundheit. Der Saunameister Daniel Wanninger weiß warum.

Der regelmäßige Gang in die Sauna ist gut für die Gesundheit.
von Adele SchützProfil

Saunafans machen es Bakterien und Viren schwer, denn Schwitzbaden stärkt das Immunsystem und beugt so Erkältungen vor. Einen dementsprechend gesunden Arbeitsplatz hat Saunameister Daniel Wanninger im Kurfürstenbad in Amberg. Er weiß um die Vorzüge der Sauna und kennt die Hintergründe.

"Entscheidend beim Saunieren ist das Wechselspiel von Wärme und Kälte. Sowohl die Haut als auch die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum kommen bei Saunagängern besser mit plötzlichen Temperaturveränderungen klar", erklärt der Saunameister. Die Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut steige und die Blutgefäße würden erweitert, was den Blutdruck sinken lasse. Die bessere Durchblutung der Schleimhäute im Bereich der Atemwege führe dazu, dass Schadstoffe effektiver abtransportiert würden. Die bei einer Atemwegserkrankung angeschwollenen Bronchialschleimhäute würden durch die Wärme abschwellen und Entzündungsreaktionen gedämpft. Außerdem werde, laut Wanninger, die Fähigkeit des Organismus zur Bewältigung der sogenannten freien Radikalen gestärkt, die einen wichtigen Faktor bei Alterungsprozessen darstellen würden. "Tatsächlich ist man nach den Schwitzbädern auch schöner", betont Wanninger. Die höhere Hauttemperatur von Viel-Saunierern sei "der Tod vieler Keime und Pilze". Verhornte Hautzellen würden abgestoßen, Pickel und Mitesser aufgeweicht. Außerdem straffe das Saunieren die Haut und sorge für einen frischen Teint. Das Schwitzen könne auch gegen Schuppenflechte helfen und beruhige das vegetative Nervensystem, was wiederum denjenigen gut tue, die zu Neurodermitis neigen würden.

Des Weiteren würden durch das Saunieren verspannte Muskeln "entkrampft" und Bewegungen dadurch weniger schmerzhaft. Zusätzlich setze das Saunieren vermehrt körpereigene, schmerzlindernde Substanzen im Gehirn frei, so der Saunameister.

"Selbstverständlich reicht ein einziges Saunabad nicht aus, um all diese positiven Effekte zu bewirken", hebt Daniel Wanninger hervor. Einmal pro Woche Saunabaden sei das Minimum, wenn man nachhaltige Wirkungen im Körper erzielen wolle. Er weist auf die unterschiedlichen Arten von Saunen hin, die in den Bädern für Abwechslung sorgen: unter anderem finnische Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen oder Event-Saunen mit verschiedenen Aufgüssen, die regelrecht zelebriert werden.

Für einen Sauna-Besuch sollte man in der Regel mindestens drei Stunden einplanen. Diesen Ablauf schlägt der Saunameister vor: "Saunieren heißt, den Körper zwei bis drei Mal bei den Saunagängen im Wechsel zu erhitzen und wieder abkühlen." Vor dem Betreten der Sauna sollte man duschen und sich gut abtrocknen. "Denn trockene Haut schwitzt besser." Die Aufwärmphase beträgt zirka acht bis zwölf Minuten, die Abkühlphase mindestens genau so lang. Zusätzliche Hitzereize bringen Aufgüsse. Die Abkühlung nach dem Saunagang erfolgt im Freiluftbad (Atemwege und Haut kühlen) oder bei Kaltwasseranwendung (Guss, Tauchbecken oder Schwalldusche). Bis zum nächsten Saunagang ist eine Ruhephase einzuhalten.

Für wen ist Saunen geeignet? Wem ist von einem Saunabesuch abzuraten? Generell könne jeder in die Sauna gehen. Abgeraten werde bei verschiedenen Vorerkrankungen, hier werde generell geraten, mit dem Arzt abzustimmen, inwieweit das Saunieren gesund sei, informiert Daniel Wanninger. "Bei grippalen Infekten soll nicht in die Sauna gegangen werden. Der Körper ist hier schon vorbelastet." Beim ersten Mal in der Sauna sollte man sich nicht zu viel zumuten und auf das persönliche Gefühl achten.

Einen Saunabesuch im Sommer gibt er als kleinen Geheimtipp. "Auch in der warmen Jahreszeit wird bei uns die Sauna regelmäßig genutzt. Der Sauna-Vorgang und die Vorteile verändern sich nicht." Und außerdem sei dann mehr Platz und Ruhe.

Hintergrund:

Auf einen Blick

Die gesundheitlichen Vorteile regelmäßiger Saunabesuche:

Körperliche Erholung

Abhärtung und Erkältungsvorbeugung

Psychische Entspannung

Geselligkeit und Kommunikation

Reinigung der Haut

Anregung des Kreislaufs und der Hautdurchblutung sowie Muskelentspannung. (ads)

Tatsächlich ist man nach den Schwitzbädern auch schöner.

Daniel Wanninger, Saunameister

Daniel Wanninger, Saunameister

Einmal pro Woche Saunabaden sei das Minimum, wenn man nachhaltige Wirkungen im Körper erzielen wolle, sagt Saunameister Daniel Wanninger.
Zusätzliche Hitzereize bringen Aufgüsse.
Das Saunieren strafft die Haut und macht sie zart.
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