08.10.2021 - 16:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Shoppen in der Raiffeisenbank-Filiale in Amberg

Wer in der Raiffeisenbank in der Bahnhofstraße Geld abhebt, kann es direkt wieder reinvestieren. Etwa in Orangen-Senf-Sauce, Grapefruitseife, Bärlauchöl, einen Maßkrug oder Klosterberghonig. Der neue Regiomarkt macht's möglich.

Das sieht so ganz und gar nicht nach einem Foyer einer Bank aus. Doch tatsächlich kann man jetzt in der Raiffeisenbank-Filiale in der Bahnhofstraße einkaufen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Einige Kunden werden die Neuerungen schon entdeckt haben. In der Raiffeisenbank-Filiale in der Bahnhofstraße ist seit gut einer Woche der Regiomarkt geöffnet. Es ist eine der zwölf Neueröffnungen, die es in Amberg in den vergangenen Monaten gab und über die die Amberger Zeitung bereits berichtet hat.

Der offizielle Startschuss für den Regiomarkt fiel diesen Freitag im Foyer, wo jetzt nicht nur die Bankautomaten untergebracht sind, sondern eben auch der Markt mit regionalen Produkten und ein Café mit 16 Sitzplätzen.

Idee aus dem Bayerischen Wald

Andreas Reindl erklärte bei der Eröffnung, dass man "komplett neues Terrain" betrete. Dabei ist die Idee nicht ganz neu. Der Raiffeisenbank-Vorstand sprach davon, dass es dieses Konzept bereits im Bayerischen Wald gebe - ebenfalls in einer Raiffeisenbank.

Ich bin sicher kein Globalisierungsgegner oder verklärter Nostalgiker. Aber es kann sicher nicht schaden, den Honig einer glücklichen Amberger Biene dem einer auswärtigen vorzuziehen.

Raiffeisenbank-Vorstand Andreas Reindl

Raiffeisenbank-Vorstand Andreas Reindl

Als einen Grund für das neue Angebot nannte Reindl: "Immer mehr Menschen legen bei ihren Einkäufen großen Wert auf Nachhaltigkeit." Oder, etwas plastischer ausgedrückt: "Ich bin sicher kein Globalisierungsgegner oder verklärter Nostalgiker. Aber es kann sicher nicht schaden, den Honig einer glücklichen Amberger Biene dem einer auswärtigen vorzuziehen."

Alles aus Bayern

Die Waren stammen hauptsächlich aus Amberg und Amberg-Sulzbach. Grundsätzlich werde nichts angeboten, was außerhalb Bayerns produziert werde, erklärte Reindl. Die Produkte reichen von Maßkrügen über Einkaufstaschen, T-Shirts und Caps bis hin zu einer ganzen Palette an Verzehrbarem.

Laut Reindl haben regionale Produzenten oft aufgrund ihrer geringen Größe nur eingeschränkte Möglichkeiten der Direktvermarktung. „Ihnen fehlt schlicht der Zugang zum Endverbraucher.“ Das ist jetzt anders: Der Weg vom Geldautomaten zum Einkaufsmarkt könnte kürzer kaum mehr sein.

Mehr über die zwölf Neueröffnungen in Amberg

Amberg

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.