SPD Amberg-Sulzbach mit Gesprächsrunde zur Energiewende

Amberg
24.11.2022 - 16:28 Uhr

Der SPD Unterbezirk Amberg-Sulzbach/Neumarkt hatte zu einer Gesprächsrunde nach Vilseck geladen. Landtagsabgeordnete Annette Karl ging dort laut einer Pressemitteilung auf die Probleme der vielfältigen Initiativen bei den neuen regenerativen Energien ein. Als Gesprächspartner war mit Stefan Trummer, Geschäftsführer von Voltgrün aus Regensburg, Stefan Rödl, Geschäftsführer Rödl Energie aus Neumarkt, und Hardy Barth, Inhaber von EDV- und Elektrotechnik Hardy Barth aus Birgland/Schwend, Fachkompetenz zu fast allen Themenkreisen geladen. Ergänzt wurde die Gesprächsrunde von Uwe Bergmann, 2. Bürgermeister der Stadt Schnaittenbach und SPD-Kreisvorsitzender.

Der Unterbezirksvorsitzende Johannes Foitzik leitete mit seinen Fragen schnell auf die Brennpunkte der aktuellen Energiewendeproblematik. Neben der langfristigen Planung und den vielfältigen Vorgaben sei die Überlastung der Verwaltungen in den Gemeinden eines der Probleme bei der Umsetzung der Projekte in Wind und Photovoltaik, schilderte Trummer. Rödl ergänzte, dass es wohl nicht möglich sei, den gesamten Energiebedarf der BRD durch eigene, regionale Ressourcen zu decken. „Wir werden jede Technologie, welche in diesem Bereich angewendet werden kann, auch nutzen müssen.“

Die Runde war sich einig, dass die Speicherung der erzeugten Energie eine große Herausforderung darstelle. Ein Problem sei auch der Transport der im Ausland erzeugten Energie nach Deutschland. Hier würden sich die Folgen der Verzögerungen beim Netzausbau zeigen. Grüner Wasserstoff oder auch E-Fuels, welche in Südeuropa und Nordafrika erzeugt werden, könnten hier eine Ergänzung darstellen. Diese Produkte könnten über bestehende Infrastrukturen und Pipelines transportiert werden.

Barth lenkte das Gespräch auf den Fachkräftemangel, welcher ein erhebliches Problem bei der Umsetzung von Projekten darstelle. Uwe Bergmann wusste als Lehrer an der Mittelschule Vilseck von den Bemühungen der Schulen im Bereich der Berufsorientierung zu berichten. Es sei aber schwierig, bei den Schulabsolventen den Wert der handwerklichen Berufe ins rechte Licht zu rücken. „Dabei bieten wir hier im Landkreis mit den Berufsschulen in Amberg und Sulzbach-Rosenberg eine hervorragende Basis für eine wohnortnahe, qualifizierte und duale Ausbildung“, so Bergmann.

Einigkeit zwischen Politik und Gewerbe bestand darin, dass es bessere Planbarkeit, Verlässlichkeit und eine Beschleunigung bei den Genehmigungsverfahren benötige.

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