24.01.2021 - 13:15 Uhr
AmbergOberpfalz

Sportpark am Schanzl: Arbeiten verzögern sich

Corona bringt einiges durcheinander. Davor sind auch die Pläne für den Sportpark am Schanzl nicht gefeit. Die Baumaßnahmen verzögern sich. Das Projekt selbst ist trotz einer Förderabsage nicht gefährdet.

Im Zuge des Projekts Sportpark am Schanzl ist auch ein Anbau an die Eishalle geplant.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Bereits im September 2019 stellte der Stadtrat die Weichen für einen Sportpark am Schanzl. Damals gab es eine Grundsatzentscheidung für das Projekt. Schul- und Sportamtsleiter Bernhard Scheidig erläuterte in der Hauptausschusssitzung am Donnerstag den aktuellen Stand der Dinge. Wegen Corona seien die Arbeiten des ersten Bauabschnitts im vergangenen Jahr ins Stocken geraten. Für die Beach-Volleyball-Spielfelder habe es zwar einen Zuschuss gegeben, der Dirt-Park sei reaktiviert und Vorbereitungsmaßnahmen für die Infrastruktur seien abgeschlossen worden (Gesamtkosten: 123 000 Euro). Allerdings sei im Hinblick auf die Trendsportarten, im Kinderbereich und bei den Toilettenanlagen entgegen dem ursprünglichen Zeitplan noch nichts geschehen. Die dafür vorgesehenen Mittel wandern deshalb vom Haushaltsjahr 2020 ins Haushaltsjahr 2021.

Haushaltswirtschaftliche Sperrung

In einem zweiten Bauabschnitt sollen Gelder für einen Allwetterplatz, eine Skateranlage, einen Multifunktionsplatz und für die zweite Rate für den Eishallen-Anbau fließen. Als Kosten wurden hierfür 687 000 Euro veranschlagt – „allerdings unter dem Vorbehalt einer realisierbaren Förderung in Höhe von 90 Prozent, also 618 300 Euro“, heißt es in der Beschlussvorlage. Weil das Sportstättensonderförderungsprogramm mit mehr als 300 angemeldeten Maßnahmen nach Aussage von Scheidig aber überzeichnet gewesen sei, habe sich Amberg eine Absage eingehandelt. Die Folge: eine haushaltswirtschaftliche Sperrung. Was auf den ersten Blick dramatisch klingt, dürfte allerdings nicht zum Problem für das Projekt Sportpark am Schanzl werden. Das Schul- und Sportamt hat nach alternativen Zuschüssen gesucht und ist bei der Leader-Förderung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fündig geworden. Das Leader-Gremium hat bereits bestätigt, dass das Projekt förderfähig ist. Die Anträge der Stadt sollen demnächst eingereicht werden.

Vereinbarung geplant

Um die Finanzierung wieder auf sichere Beine zu stellen, wird der zweite Bauabschnitt deshalb von diesem ins nächste Jahr geschoben. Mit Ausnahme der zweiten Rate für den Eishallen-Anbau (95 000 Euro). Von den für dieses Haushaltsjahr angesetzten Mittel in Höhe von 687 000 Euro werden 225 400 freigegeben, um den ersten Bauabschnitt zu beenden, der Rest bleibt erst einmal gesperrt. Außerdem beschloss der Hauptausschuss, dass vor dem Beginn der Bauarbeiten für den Eishallen-Anbau eine Vereinbarung zwischen dem Referat für Stadtentwicklung und Bauen und dem ESC Amberg geschlossen werden soll. Darin sollen der Bauumfang, die Zuständigkeiten und der Eigentumsübergang geregelt werden. Alles in allem lässt sich sagen, dass es sich bei den Beschlüssen vielmehr um eine „haushaltsrechtliche Umschichterei“ (Scheidig), als um eine wirkliche Bedrohung für die Maßnahme handelt.

So soll der Sportpark einmal aussehen

Amberg

 

 

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