15.01.2021 - 17:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Stadtbibliothek Amberg liefert jetzt Bücher vor die Haustür

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Die Ausleihe durchs Fenster der Stadtbibliothek hat gut funktioniert, ist seit dem Lockdown aber verboten. Deshalb gibt es nun ab Montag, 18. Januar, einen Lieferdienst.

Ab ins Körbchen: Bei der Ausleihe durch Fenster waren die bunten Plastikkörbe der Stadtbibliothek Amberg schon im Einsatz, jetzt werden sie auch für den neuen Lieferdienst verwendet.
von Heike Unger Kontakt Profil

Die Stadtbibliothek Amberg unternimmt einen neuen Versuch, ihre Nutzer trotz der strengen Corona-Auflagen mit Lesestoff zu versorgen. Weil im aktuellen Lockdown die schon erfolgreich praktizierte Ausleihe durch die Fenster der Bibliothek nicht mehr erlaubt ist, richten Leiterin Bettina Weisheit und ihr Team jetzt einen Lieferservice ein. Der soll am Montag, 18. Januar, loslegen.

So war's vor dem Lockdown: Buch-Ausleihe durchs Fenster der Stadtbibliothek

Amberg

„MoBi Amberg“ heißt dieses neue Angebot, erklärt Stadtbibliotheks-Leiterin Bettina Weisheit. Hinter der Abkürzung steckt ein Lieferservice der Bücherei, der den Nutzern zuvor bestellte Medien kostenlos nach Hause bringt. Das, so schränkt Weisheit ein, sei aufgrund des großen Aufwands aber nur im Stadtgebiet von Amberg möglich.

Online oder per Telefon bestellen

Wer den neuen Service nutzen will und einen Bibliotheksausweis hat, kann über die Internetseite der Stadtbibliothek (www.stadtbibliothek.amberg.de) oder per E-Mail (stadtbibliothek[at]amberg[dot]de) maximal zehn Titel aus dem Bestand bestellen. Auch telefonisch (09621/101234) geht das, allerdings kann man auf diesem Weg nur bis zu drei Titel ordern. Ausgeliefert wird Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr sowie am Dienstag von 13 bis 17 Uhr. "Bestellungen müssen mindestens am Vortag bis 18 Uhr eingehen", erklärt Weisheit.

Die Bestellungen bringt der Lieferdienst dann vors Haus und übergibt sie kontaktlos. Dazu werden die Medien in eine Papiertüte gesteckt, die dann in ein Plastikkörbchen kommt, das der Lieferant vor der Haustür abstellt. Er klingelt, tritt dann zurück, um den Abstand zu wahren, so dass der Empfänger seine Bestellung aus dem Korb nehmen kann. Falls er bei dieser Gelegenheit entliehene Bücher wieder zurückgeben will, kann er sie gleich in den Korb legen, dann nimmt sie der Lieferant mit zurück in die Bibliothek.

Keine Verzugs-Gebühren

Bettina Weisheit macht darauf aufmerksam, dass der Lieferdienst nicht zur Zahlung noch offener Gebühren genutzt werden kann. Diese können entweder überwiesen oder dann bezahlt werden, wenn die Stadtbibliothek wieder öffnen darf. Es gibt also weiterhin keine zusätzlichen Gebühren, wenn jemand wegen des Lockdowns seine Ausleihfrist überzogen hat. Bibliotheks-Ausweise können weiterhin online oder telefonisch verlängert werden.

"Wann wir wieder aufmachen dürfen, wissen wir nicht", sagt Weisheit – "aber es wird sicher nicht im Januar sein. Und wohl auch nicht gleich danach". Die Leiterin rechnet mit einem längeren Lockdown. "Aber wir hoffen, dass wir mit dem Lieferservice die größte Not ein bisschen lindern können." Aus vielen Anrufen und Mails ihrer Nutzer weiß die Bibliotheks-Leiterin, dass die Amberger "ihre" Stadtbibliothek sehr vermissen und gerade im Lockdown auf neuen Lesestoff warten. Weisheit hofft auch, dass sich durch die Lieferungen der Ansturm auf die Bibliothek, wenn sie irgendwann wieder aufmachen darf, etwas verringern lässt.

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