30.11.2020 - 18:33 Uhr
AmbergOberpfalz

Studium und Corona: Studentenbuden kosten mehr Geld

Trotz Corona-Pandemie setzt sich der Trend der steigenden Mieten für Studenten auf dem Wohnungsmarkt in ganz Deutschland fort. Für die Studentenheime in der Oberpfalz gibt es aber Entwarnung bei den Preisen.

Die erste Wohnanlage des Studentenwerks ist 2005 und 2006 entstanden. Sie liegt direkt neben dem Gelände der OTH in Amberg.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Wegen der Corona-Pandemie finden an den Unis und Fachhochschulen die meisten Vorlesungen und Seminare online statt. Trotzdem scheint es die Studenten im Wintersemester wieder in eigene Wohnungen und die Wohnheime zu ziehen. Wie eine Untersuchung des Moses-Mendelssohn-Instituts (MMI) belegt, müssen sich die Studenten dabei mit erneut gestiegenen Mietpreisen auseinandersetzen. In Kooperation mit dem Immobilienportal WG-gesucht.de wurden die Preise an 97 Hochschul-Standorten mit mindestens 5.000 Studierenden untersucht.

Der Preis-Trend ist deutlich: Der Durchschnittspreis für ein WG-Zimmer erhöht sich von 389 auf 400 Euro. Einsame Spitzenreiter bleiben weiterhin München (650 Euro) und der Landkreis München (550 Euro). Dahinter reihen sich Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Köln ein. Regensburg landet auf Platz 25 des Rankings, Bayreuth belegt Rang 54.

Kosten in Studentenwohnheimen bleiben gleich

Immerhin: Die Kosten in den Studentenwohnheimen in der Oberpfalz sollen nach Auskunft von Sprechern der Studentenwerke nicht steigen. Jennifer Grafunder, Leiterin des Facility Managements beim Studentenwerk Oberfranken, erklärt: "An den Kosten verändert sich wegen Corona nichts. Wir haben nur die auch sonst üblichen Preissteigerungen." Das Studentenwerk Oberfranken kümmert sich unter anderem um die Einrichtungen in Amberg und Weiden.

Ein Appartement in der Wohnanlage "Eisberg" in Amberg kostet beispielsweise zwischen 243 und 280 Euro warm. In der Wohnanlage „Am Postkeller“ in Weiden kostet ein Appartement mit Kochzeile und eigenem Bad 272 Euro warm. Ein Trend, den die Corona-Krise verstärke, sei die vermehrte Nachfrage nach Einzelzimmern statt Wohngemeinschaften. Aktuell sei die Nachfrage für die Studentenwohnheime wieder auf dem gewohnten Niveau, so Grafunder. "Im Sommersemester war es eine Katastrophe. Wir hatten einen deutlichen Leerstand."

Keine ausländischen Studenten im Sommer

Über die gleiche Erfahrung berichtet Nicolas Müller, PR-Manager beim Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz, welches sich auch um die Wohnheime in Regensburg kümmert. Ein Zimmer kostete im Jahr 2019 im Durchschnitt 244 Euro warm in Regensburg. Während im Sommer noch einige Zimmer leer blieben, weil vor allem ausländische Studieren ausreisen mussten oder nicht einreisen konnten, erholte sich die Nachfrage bereits zum Wintersemester. "Darüber sind wir sehr froh." Trotzdem würde das Studentenwerk einige Zimmer leer halten, um beispielsweise Studenten aus Wohngemeinschaften im Falle einer Corona-Infektion aufzunehmen und zu isolieren.

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