13.01.2021 - 09:06 Uhr
AmbergOberpfalz

Tafel-Chef Bernhard Saurenbach feiert 75. Geburtstag

Bernhard Saurenbach ist mit seinem Leben überaus zufrieden. Dass zu seinem 75. Geburtstag am Mittwoch, 13. Januar, wegen Corona keine große Feier stattfinden darf, stört den Vorsitzenden der Amberger Tafel überhaupt nicht.

Bernhard Saurenbach, langjähriger Leiter der Amberger Tafel, feiert am Mittwoch, 13. Januar, seinen 75. Geburtstag.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Bernhard Saurenbach hätte auch ohne Corona seinen 75. Geburtstag nicht groß gefeiert. Für ihn ist es kein besonderer Geburtstag - es sei ja kein Runder. "Ich werde mit meiner Frau am Nachmittag Kaffee trinken", sagt er im Vorfeld des Ereignisses. Wäre Corona nicht, hätte er abends im "sehr kleinen Freundeskreis gefeiert". Angesichts seiner Vereinstätigkeit sind aber durchaus Anrufe von Gratulanten zu erwarten, schließlich ist Bernhard Saurenbach nicht nur langjähriger Vorsitzender der Amberger Tafel, sondern auch im Vorstand des Landesverbands der bayerischen Tafeln und an der Spitze des ESV Amberg.

"Ich bin wunschlos glücklich", sagt Saurenbach und in seiner Stimme schwingt große Zufriedenheit mit. Dass das Coronavirus die Arbeit der Tafeln verändert hat, verhehlt er nicht. Da seien einerseits die Hygienevorschriften, die es den ehrenamtlichen Helfern weiterhin erlauben, Lebensmittel an Bedürftige ausgeben zu können. Die Auswirkungen der Pandemie werden es heuer so richtig zu spüren sein, befürchtet Saurenbach. Erst kürzlich seien Menschen zur Tafel gekommen, die wegen Corona ihre Arbeit verloren haben. Zum Beispiel ein freiberuflicher Musiklehrer, der nichts habe außer Hartz IV.

Im vergangenen halben Jahr seien auch einige ältere Bürger nicht mehr zur Tafel gekommen – aus Angst um ihre Gesundheit, aus Furcht vor einer Ansteckung mit Corona. Sie aber können trotzdem mit Lebensmitteln der Tafel versorgt werden. Sowohl die Caritas als auch die jüdische Gemeinde bieten einen Lieferservice an. "Es kann aber auch ein Nachbar kommen, um die Sachen zu holen", macht Saurenbach all jenen, die wegen Corona nicht persönlich kommen wollen, Mut, trotzdem versorgt zu werden.

Glücklich ist Bernhard Saurenbach, dass es für ihn im Leben sehr gut lief, sowohl privat als auch beruflich. Und deshalb wollte er sich nach seinem Arbeitsleben unbedingt ehrenamtlich engagieren, "um der Gesellschaft etwas zurückzugeben". Die letzten elf Jahre seines Berufslebens verbrachte der Kümmersbrucker, der bei Siemens beschäftigt war, in München. Nach der Rückkehr in die Oberpfalz Ende 2006 machte ihn seine Frau auf die Amberger Tafel aufmerksam. Die nämlich suchte damals Fahrer. Und Bernhard Saurenbach meldete sich. Später übernahm er den Vorsitz, den er bis heute inne hat.

Bernhard Saurenbach ist bereits dreifacher Großvater, demnächst werden es vier Enkel sein. Sich um sie zu kümmern, ist eine Aufgabe, die ihn auch in Zukunft gut ausfüllen werde. Er freue sich immer die Enkel, die in Bonn und Würzburg leben, zu sehen. Seit 60 Jahren macht er außerdem Sport. "Ich freue mich, wenn ich Leichtathletik auch weiterhin betreiben kann", sagt Saurenbach und betont nochmals, dass er ansonsten wunschlos glücklich sei.

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