28.06.2021 - 12:27 Uhr
AmbergOberpfalz

THW pumpt 90 000 Liter aus Löschwassertank

Hohe Wasserverluste rufen in Amberg das THW auf den Plan. Dazu muss es buchstäblich in die Tiefe gehen.

von Externer BeitragProfil

Wegen eines ungewöhnlich hohen Wasserverbrauchs beim Möbelhaus Frauendorfer in Amberg kontaktierten die Inhaber das Technische Hilfswerk (THW). Die Stadtwerke hatten sich zuvor bei der Firma nach Feststellung der Wasserverluste gemeldet. Nach längerer Suche vermuteten die Firmeninhaber ein Leck im Reservetank für das Löschwasser der Sprinkleranlage des Einrichtungshauses an der Ruoffstraße, da das Wasser über den Überlauf verschwand, so eine Pressemitteilung des THW Amberg.

Am Samstag, 26. Juni, rückten deshalb 20 THW-Einsatzkräfte des Ortsverbands Amberg an, um den Wassertank, der sich unter dem Kundenparkplatz befindet, leer zu pumpen. Dazu wurde laut Information des THW über dem Schacht ein Dreibock aus Einsatzgerüststangen gebaut und darüber drei Tauchpumpen mit einer Leistung von 3200 Litern pro Minute hinabgelassen. Die Tauchpumpen wurden mit mobilen Stromaggregaten betrieben. Das Wasser wurde über Schläuche in die Kanalisation gepumpt.

Nach rund zwei Stunden und 90 000 Litern Wasser weniger war der Tank trockengelegt. Wie es an anderer Stelle der Mitteilung heißt, stiegen vier Atemschutzgeräteträger in den drei Meter tiefen Schacht und identifizierten ein verrostetes Zuleitungsrohr, das für den kontinuierlichen Wasserzulauf und Überlauf sorgte. „Die Atemschutzgeräte garantieren eine Umluft-unabhängige Atemluftversorgung, die wegen möglicher Kanalgase erforderlich war“, so das Technische Hilfswerk.

Seit kurzem könne das THW auch wieder Praxisausbildungen durchführen, die wegen der Covid-19-Beschränkungen gar nicht oder nur teilweise in kleinen Gruppen stattfanden. Dennoch habe der Ausbildungsdienst nie vollständig geruht, da zügig auf Online-Ausbildungen umgestellt werden konnte. „Auch die Helferanwärter setzen wieder ihre praktische Grundausbildung fort, die alle THW-Einsatzkräfte zu Beginn ihres Ehrenamts durchlaufen. Interessenten können sich jederzeit über www.thw-amberg.de bewerben“, so die Pressemitteilung abschließend.

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„Die Atemschutzgeräte garantieren eine Umluft unabhängige Atemluftversorgung, die wegen möglicher Kanalgase erforderlich war.“

Presseinformation des THW Amberg

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