906 Erstsemester an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH), 500 davon allein in Amberg. Es sind schon beeindruckende Zahlen. Und doch, so machte Vize-Präsident Alfred Höß bei der Begrüßung der "Neuen" in der OTH-Turnhalle deutlich: Das Familiäre, das diese regionale Hochschule immer ausgezeichnet hat, ist geblieben. Oder, wie es OB Michael Cerny in seinem Grußwort sagte: "Mit einem Studium an der OTH in Amberg haben Sie praktisch alles richtig gemacht." Trotzdem, so Professor Höß, wird der ein oder die andere in den kommenden Tagen und Wochen schon überlegen, ob er oder sie den richtigen Studiengang gewählt hat. Davon solle man sich aber nicht abschrecken lassen, sagte der erfahrene Hochschullehrer, der sich mittlerweile im insgesamt 47. Semester befindet. Aber Achtung: Ein neuer Lebensabschnitt mit neuer Lernumgebung und neuen Leuten um sich herum könnte gefährlich sein. "Sie haben jetzt Freiheiten, die Sie bisher nicht gekannt haben", warnte Alfred Höß vor dem großen Schlendrian.
Sehr gute Chancen
Wer an der OTH in Amberg Umwelt- oder Medientechnik studiert, wer sich in Elektrotechnik oder Patentingenieurwesen eingeschrieben hat, ist zwar auf dem richtigen Weg, von allein geht das Studium aber nicht seinen Gang. Zweite Warnung des erfahrenen Professors: "Lassen Sie sich nicht treiben und schieben. Das Studium ist ein Fulltime-Job, und das nicht nur vor den Prüfungen." Der positive Aspekt: Wer durchhält, hat laut Höß statistisch sehr gute Chancen, das Studium zu bestehen und anschließend sofort einen sicheren Job zu finden.
"Es kommt viel Neues auf Sie zu", machte der Vize-Präsident den Studenten Mut. "Lassen Sie sich davon nicht entmutigen." Übrigens habe auch die OTH etwas getan, um die Bedingungen für die neuen Studenten noch besser zu machen. Zwei der bestehenden Studiengänge seien einer Reform unterzogen worden, um sie auf den allerneusten Stand zu bringen und zwei weitere seien gar neu hinzugekommen: Geoinformatik und Landmanagement sowie Mechatronik und digitale Automation.
Und natürlich bietet die Ostbayerische Technische Hochschule ihren Studenten auch etwas, die zu einem großen Teil aus der Region kommen. Beispielsweise frühzeitige Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern während der Praktika. Oder demnächst das neue Digitalisierungslabor von Siemens auf dem Campus. Aber auch die Mitarbeit im Kompetenzzentrum für künstliche Maschinen-Intelligenz, an dem die OTH ebenfalls beteiligt sein soll.















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