09.07.2021 - 11:04 Uhr
AmbergOberpfalz

"Vogelwilde Parkerei" nervt im Amberger Sebastiansviertel

Birgit Wittmann, die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Sebastian Amberg, bedient sich eines deutlichen Wortes: „Vogelwild“. Sie meint damit das Verhalten vieler parkender Autofahrer im Viertel rund um den Haager Weg.

An der Einmündung der Hölderin- in die Brentanostraße behindern „Kurvenparker“ häufig die Kleinbusse der Lebenshilfe. CSU-Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl (links), Rechtsreferent Bernhard Mitko (Dritter von links) und Baureferent Markus Kühne (Sechster von links) wollen für Abhilfe sorgen.
von Autor GFRProfil

"Haarsträubend" sei vielfach die Parksituation im Bereich des Wallmenichhauses und der Lebenshilfe, bedauerte Birgit Wittmann, die Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Sebastian bei einem Ortstermin mit der Stadtratsfraktion ihrer Partei und Vertretern der Stadt. Besonders eng gehe es beim Kreisverkehr am Haager Weg, in der Brentanostraße und am Fallweg zu. Verständnis habe sie für die Mitarbeiter der beiden größten Arbeitgeber im Sebastiansviertel: Lebenshilfe und Wallmenichhaus. Irgendwo müssten deren Mitarbeiter ihre Autos abstellen. Leider nähmen es aber auch Anwohner mit den Parkregeln nicht so genau. Gefährliche Verkehrssituationen beim Kreisverkehr am Haager Weg seien an der Tagesordnung. Weil dort eben Autos sehr nahe an den Ein- und Ausfahrten abgestellt würden und es so für Busse kaum mehr ein Durchkommen gebe.

Mitko: "Situation bekannt"

"Diese Situation ist bekannt", sagte der zuständige städtische Referent Bernhard Mitko. Verbiete man etwa entlang des Wallmenichhauses das Parken, könne sich die Stadt gleich wieder auf Proteste einstellen. CSU-Stadtrat Dieter Mußemann meinte, für Radfahrer sei die Einmündung der Brentanostraße in den Haager Weg "eine echte Katastrophe". Mitkos Reaktion: "Eventuell markieren wir hier eine Sichtlinie.“

Wenige Meter weiter im Bereich Brentano- und Hölderlinstraße sei die "Parkerei" nicht hinnehmbar, denn selbst in den Kurven stünden Fahrzeuge. "Markieren wir den Kurvenbereich einfach mit einer Zick-Zack-Linie", lautete Mußemanns Vorschlag. Aber davon rate das bayerische Verkehrsministerium ab, ließ Mitko wissen.

Anwohner für mehr Polizeipräsenz

Anwohner, die sich am CSU-Rundgang beteiligten, forderten mehr Polizeipräsenz und eine konsequente Verteilung von Strafzetteln. Probleme gebe es auch an der Einmündung der Von-Armin-Straße in den Fallweg, da Radfahrern teilweise durch überhängende Hecken die Sicht genommen werde. Ein weiterer Kritikpunkt am Fallweg waren die mit Unkraut überwucherten Grünanlagen sowie Fußwege zu den Hauseingängen, die nur über Treppen erreicht werden können.

Ein Kernproblem sei im Viertel die Schaffung von mehr Parkfläche ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Ernsthaft sollte geprüft werden, ob man auf den Dächern der zahlreichen Garagenhöfe weitere Parkflächen schaffen könnte, so die Anregung einer Anwohnerin. "Wir werden in der Fraktion über ihre Anliegen eingehend diskutieren", versprach Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl und fügte hinzu: "Dann können wir in Absprache mit den CSU-Ortsverband Sebastian entsprechende Anträge einbringen." Eifrig notierten sich Baureferent Kühne und Rechtsreferent Mitko die angesprochenen Kritikpunkte. Beide versicherten, die angesprochenen Probleme in ihren Referaten auf Lösungsmöglichkeiten hin zu untersuchen.

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