13.09.2018 - 17:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Weder am Podium, noch im Publikum

Die für Freitag um 19 Uhr im Ringtheater geplante Podiumsdiskussion zum Bauprojekt auf dem Bürgerspitalgelände wirbelt schon im Vorfeld mächtig Staub auf.

Oberbürgermeister Michael Cerny bleibt der Podiumsdiskussion am Freitagabend im Ringtheater fern.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Oberbürgermeister Michael Cerny hat sich am Donnerstag zu Wort gemeldet, nachdem der Veranstalter, die Interessengemeinschaft (IG) Menschengerechte Stadt erklärt hatte, warum der Rathauschef zunächst nicht mit auf dem Podium sitzen sollte.

IG-Vorsitzender Achim Hüttner hatte in der AZ erläutert, die Interessengemeinschaft habe das Thema ursprünglich mit den Fraktionssprechern diskutieren wollen. Die IG sei aber flexibel genug, dem OB ebenfalls einen Platz auf dem Podium anzubieten, wenn er das wünsche. Dazu machte Cerny am Donnerstag einige Anmerkungen aus seiner Sicht. "Ich wurde bereits frühzeitig zu der Diskussionsveranstaltung mündlich und dann auch schriftlich eingeladen. Bereits bei der mündlichen Einladung hatte ich zugesagt und um die schriftliche Einladung zur Terminreservierung gebeten", schreibt der Oberbürgermeister in einer Mail an die Redaktion. "Man lernt ja nie aus, aber es ist tatsächlich das erste Mal, dass ein Veranstalter mich zwei Tage vor der Veranstaltung über die Zeitung darüber informiert, dass er mich nicht auf dem Podium haben möchte. Ich war darüber sehr erstaunt, kann mit der Entscheidung aber natürlich gut leben."

Cerny weiter: "Heute lese ich dann, dass ich teilnehmen darf, wenn ich darum bitte. Auch hier wäre eine persönliche Information gut gewesen. So darf ich es einen Tag vor der Veranstaltung aus der Zeitung erfahren." Unter diesen Umständen sei für ihn klar, dass er weder als Zaungast an der Veranstaltung teilnehmen, noch die IG um eine Teilnahme an der Podiumsdiskussion bitten werde. "Vielmehr freue ich mich ausnahmsweise auf einen freien Abend, den ich selten habe und jetzt überraschend geschenkt bekomme."

Die Terminierung der Veranstaltung kann der Rathauschef ohnehin nicht nachvollziehen. "Warum die IG eine Diskussion mit den Stadträten zwei Tage nach der entscheidenden Vorberatung im Bauausschuss ansetzt, kann ich mir nicht einmal taktisch erklären. Viel wichtiger ist mir aber der Aspekt, dass die IG aus meiner Sicht vor dem Gespräch und vor der Diskussion ein klares Statement abgeben müsste, dass man nach der Diskussion auch die demokratische Entscheidung des Stadtrates akzeptiert. Andernfalls wird das Gespräch zur Farce, in der die Stadträte vorgeführt werden sollen."

Der Vorbericht

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