14.10.2020 - 13:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Weihnachtsmarkt Amberg: Buden vom Bahnhof bis zum Roßmarkt

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Die letzten Details wurden am Dienstag bis in die Nacht hinein besprochen. Danach stand fest: Es wird in Amberg einen Weihnachtsmarkt geben. Die knapp 30 Bunden werden zwischen Multifunktionsplatz und Roßmarkt verteilt.

So wird es in diesem Jahr beim Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz nicht aussehen. Die Park- und Werbegemeinschaft verteilt die Stände und Buden in der Altstadt zwischen Multifunktionsplatz und Roßmarkt.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Der Amberger Weihnachtsmarkt 2020 kann stattfinden. Trotz der Corona-Pandemie soll es in der Innenstadt auch dieses Jahr wieder adventlich zugehen. Wenn auch mit Hygienekonzept und Abstandsregeln, wie Andreas Raab, der Vorsitzende der Park- und Werbegemeinschaft (PWG), auf Nachfrage der Amberger Zeitung und Oberpfalz-Medien bestätigt: "Natürlich wird es wieder einen Weihnachtsmarkt geben. Wir stehen zu 95 Prozent in den Startlöchern. Die restlichen fünf Prozent sind Entwicklungen, die wir nicht beeinflussen können." Raab meint damit das sich täglich ändernde Infektionsgeschehen und das Coronavirus, das die Planungen völlig auf den Kopf gestellt hat. Es gibt aber eine Lösung: "Die Buden werden über die Altstadt verteilt." So könne gewährleistet werden, dass die Besucher die gewohnten Angebote genießen können und zugleich auf Abstand gehalten werden. Los geht es laut Raab am Multifunktionsplatz beim Bahnhof mit zwei Buden und dem Kinderkarussell, das derzeit noch im Englischen Garten steht. Weitere Stände werden nach den PWG-Beschlüssen vom Dienstagabend an der Ecke Bahnhofstraße/Ziegelgasse, beim ehemaligen Kaufhaus Forum, bei der Spitalkirche und am Beginn der Fußgängerzone beim Reisebüro aufgestellt. Am Marktplatz selbst werden laut Auskunft des PWG-Vorsitzenden statt der üblichen rund 30 "nur etwa sieben oder acht" Buden aufgestellt: "Im hinteren Teil, wo sonst die Bühne steht."

Neues Marktplatz-Miteinander

Diese Lösung sei nicht nur der Corona-Pandemie geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass die Marktplatz-Gastronomen nach einem entsprechenden Beschluss des Stadtrats die Außenflächen auch in der kalten Jahreszeit großzügiger nutzen dürfen: "Sie werden die Bestuhlung im Vergleich zu jetzt natürlich reduzieren, aber sie werden eine haben." In dieser neuartigen Konstellation sieht Raab kein Problem: "Alle Beteiligten haben signalisiert, dass es ein Miteinander sein soll und es keinen Produkt-Wettstreit geben wird. Wir werden uns ergänzen und nicht in Konkurrenz treten. Ich denke, wir kriegen das hin. Ich bin da sehr zuversichtlich."

Nach dem Marktplatz geht es bis zum Roßmarkt weiter: "Den wollen wir mit einbinden", ergänzt Raab und sagt, dass es der PWG als Veranstalterin auch darum gehe, die Besucher von Bude zu Bude zu führen. Geschehen soll das durch bis zu 200 Weihnachtsbäume, die so platziert werden, dass sie eine Art Verbindungslinie darstellen. Den gleichen Zweck erfülle die Weihnachtsbeleuchtung, die ab Montag, 26. Oktober, aufgehängt werde. Während sich diese Dekoration bis zum Malteserplatz erstrecken wird, ist mit den Buden aber am Roßmarkt Schluss: "Es geht nicht weiter, weil wir dafür auch gar nicht die Angebote haben", denn die Gesamtzahl der Stände werde mit etwa 30 im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich abweichen.

Bühne verschwindet

Nicht ändern wird sich dagegen die Dauer des Weihnachtsmarkts. Von 26. November bis 23. Dezember werden die Stände von montags bis mittwochs von 10.30 bis 20 Uhr geöffnet sein, donnerstags bis samstags von 10.30 bis 20.30 Uhr sowie an Sonntagen von 13 bis 19 Uhr. Dort, wo es Essbares gibt, sollen die Gäste in einer Einbahnregelung versorgt werden, damit die Abstände eingehalten werden können. Verzichten müssen die Amberger und ihre Gäste in diesem Winter lediglich auf die Bühne. Das laut Raab abgespeckte Musikprogramm, das noch besprochen wird, soll auf den Rathausbalkon verlegt werden. Die Stadt sei von dem Konzept überzeugt, was deren Sprecherin Susanne Schwab bestätigt: "Von uns gibt es keine Einwände. In Coronazeiten sind die Leute sicher auch froh, wenn sich der Weihnachtsmarkt über die halbe Altstadt erstreckt."

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