Der Medizintechnik-Spezialist Gerresheimer und die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH) arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. Seit 2014 ist das Technische Competence Center des Unternehmens in Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) darüber hinaus ein sogenannter Innovativer Lernort (ILO) der Hochschule.
Diese Zusammenarbeit, das geht aus einer Pressemitteilung hervor, zielt darauf ab, die dortige technische Ausstattung und das fachliche Know-how für hochkarätige externe Veranstaltungen der OTH nutzen zu können. Der zweite Workshop zum Austausch zwischen wissenschaftlicher Theorie und industrieller Praxis fand dort kürzlich statt.
Gerresheimer und die Hochschule haben bereits zahlreiche gemeinsame Projekte verwirklicht. Hierzu zählen beispielsweise eine Stiftungsprofessur für Medizintechnik und die Einrichtung eines Reinraumlabors an der Hochschule. Über duale Studiengänge und zahlreiche Abschlussarbeiten werden wissenschaftliche Theorie und industrielle Praxis erfolgreich miteinander verzahnt.
"Bei der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten", sagt Richard Kiener (Global Head of Automation, Gerresheimer Wackersdorf) dazu. So würden theoretische Lehrinhalte mit ihren Praxisanwendungen stärker verknüpft. Darüber hinaus könnten wichtige Kontakte zwischen Unternehmensmitarbeitern und Studierenden aufgebaut werden.
Kein bloßes Planspiel
Wie gut der Know-how-Transfer von Gerresheimer zur Hochschule und umgekehrt funktioniert, zeigen aktuelle Termine der Kooperation. Studierende im Bachelorstudiengang Medizintechnik haben sich in diesem Sommersemester mit der Montage von Medizinprodukten beschäftigt.
Das theoretische Wissen im Modul "Handhabungs- und Verpackungstechnik" konnte innerhalb des Projekts am Beispiel eines realen Produktes angewendet werden. Das erste Treffen des neuen Zyklus fand im April im Technischen Competence Center von Gerresheimer statt.
Bei dem zweiten Termin Anfang Juni nun stellten die Studierenden dann ihre Montagekonzepte vor. Darauf folgte eine Vorlesung, bei der Christoph Kellermann (Head of Automation Systems, Gerresheimer Bünde) über Industrielle Bildverarbeitung referierte, eine Technologie, die für das Qualitätsmanagement bei Gerresheimer von zentraler Bedeutung ist.
Ganz nah dran
Für die Studierenden, so der Pressetext, stelle die Zusammenarbeit mit Gerresheimer eine sehr gute Möglichkeit dar, den beabsichtigten Praxisbezug im Studium zu stärken und Einblicke in die unterschiedlichen Unternehmensbereiche zu erlangen.
"Gerresheimer ist ein wunderbarer Innovativer Lernort. Wir wissen das Engagement des Unternehmens und der Mitarbeiter sehr zu schätzen", war Professor Burkhard Stolz von der OTH voll des Lobes.













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