26.04.2021 - 18:32 Uhr
AuerbachOberpfalz

Hoher Holzpreis ein Glücksfall für den Auerbacher Bürgerwald

Bauholz ist derzeit Mangelware. Dieser Engpass beim Rohstoff hat zu einer erheblichen Preissteigerung geführt. Und mittelbar auch zu verstärkten Aktivitäten im Auerbacher Bürgerwald.

Die Holzarbeiten im Bereich der Hohen Tanne haben schon im Winter begonnen. Der Einschlag im Bürgerwald durfte heuer sehr stark ausfallen.
von Markus Müller Kontakt Profil

Siegfried Neukam (CSU) fragte in der Sitzung des Stadtrats nach den Arbeiten im Bürgerwald und welche Holzpreise die Stadt denn derzeit für das begehrte Material erzielen könne. Von Bürgermeister Joachim Neuß erfuhr er, dass dort angesichts der Borkenkäfergefahr eigentlich schon im vergangenen Jahr etliche Bäume hätten gefällt werden müssen. Damals sei das Preisniveau allerdings sehr niedrig gewesen. Deshalb habe man sich entschlossen, ein Risiko einzugehen und noch etwas zu warten.

Größere Fällarbeiten fanden im Stadtwald etwa im Februar statt

Auerbach

Im Herbst sei dann der Holzpreis gestiegen, und Forstwirt Matthias Helm, der den Bürgerwald für die Stadt betreut, habe reagiert. „Der Holzeinschlag wurde vom Forstamt sogar in extrem erhöhter Form genehmigt“, berichtete Neuß. Man profitiere jetzt quasi doppelt: weil das Holz sicher nicht mehr dem Borkenkäfer zum Opfer falle und weil man sehr gute Preise dafür erzielen könne – „allerdings nur für das Bauholz“. Die Stadt habe hier eine Chance genutzt.

"Völlig in Ordnung"

Martin Weiß (FW) sah selbst in den großen Mengen Holz, die zurzeit geerntet werden, kein Problem: „Was im Moment im Stadtwald passiert, ist völlig in Ordnung.“

Bernhard Ziegler (JAU) war aufgefallen, dass auf vielen Parkplätzen an größeren Straßen keine Mülleimer mehr stehen. Er wollte wissen, warum das so sei. Da es sich meist um überregionale Straßen handelt, sah Bürgermeister Neuß keine direkte Handlungsmöglichkeit der Stadt Auerbach, doch Stadtbaumeisterin Margit Ebner konnte über den Hintergrund der Aktion aufklären: Etliche Mülleimer seien entfernt worden, weil vielfach Missbrauch vorgekommen sei. „Manche Leute glauben, sie können auch ihren ganzen Hausmüll dort entsorgen.“ Den zu beseitigen, sei für die zuständigen Stellen immer wieder ein hoher Aufwand. Deshalb hätten die Verantwortlichen beschlossen, die Mülleimer abzubauen – in der Hoffnung, dass sich die Situation dadurch bessere.

Günter Sertl Inklusionsbeauftragter

Das gemeinsame Inklusionsbündnis des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg hatte laut Neuß darum gebeten, in allen beteiligten Kommunen einen offiziellen Inklusionsbeauftragten einzusetzen. In Auerbach erklärte sich auf Nachfrage des Bürgermeisters SPD-Stadtrat Günter Sertl bereit, diese Funktion zu übernehmen. Er muss dabei vor allem die Belange von Menschen mit Behinderung im Blick haben, etwa wenn es um barrierefreies Bauen geht. Sertl ist auch bereits Seniorenbeauftragter der Stadt.

Einstimmig gewährte der Stadtrat einen Zuschuss nach den Vereinsförderrichtlinien in Höhe von 119 Euro für den SV 08 Auerbach. Das sind fünf Prozent der nachgewiesenen Kosten, die der Sportverein in neue Kleinfeld-Jugendtore investiert. Die alten waren nach mehrfachen Ausbesserungen und Brüchen an den Schweißnähten nicht mehr zu gebrauchen.

Der Jahresabschluss 2019 für das städtische Wasserwerk ergab bei einer Bilanzsumme vom knapp 9,1 Millionen Euro einen Jahresverlust von annähernd 120.000 Euro. Er wird mit Zustimmung der Stadträte aus der allgemeinen Rücklage beglichen.

27.414 Euro (brutto) kostet die Anschaffung eines neuen Kippers für die Traktoren des Bauhofs. Die Stadt kauft ein Gerät des Herstellers Brantner bei der Firma Dieter Kress GmbH, wie sie per Pressemitteilung zu den Ergebnissen des nichtöffentlichen Teils der Stadtratssitzung informierte.

Eifrig diskutiert wurde im Auerbacher Stadtrat über eine geplante Photovoltaikanlage bei Hagenohe

Auerbach
Günter Sertl ist jetzt Inklusionsbeauftragter in der Stadt Auerbach.
Hintergrund:

Auftragsvergabe Umbau und Sanierung des Bürgerspitals

  • Metallbauarbeiten Innentüren
    Firma Vollmuth, Sulzbach-Rosenberg, 73.104 Euro (brutto).
  • Metallbau- und Schlosserarbeiten
    Firma Auer, Ebermannsdorf, 90.795 Euro (brutto).
  • Naturwerksteinarbeiten Boden- und Treppenbelag
    Firma Münch, Vilseck, 53.295 Euro (brutto).
  • Parkettarbeiten
    Firma Bachmann, Auerbach, 48.273 Euro (brutto).
  • Fliesen- und Plattenarbeiten
    Firma Schöppl, Amberg, 72.007 Euro (brutto).
  • Estricharbeiten
    Firma PTG, Hersbruck , 19.514 Euro (brutto).
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