17.02.2021 - 10:46 Uhr
AuerbachOberpfalz

Spezialmaschinen bei der Arbeit im Stadtwald Auerbach

Im Bereich der Hohen Tanne laufen augenblicklich größere Waldarbeiten. Den Zeitpunkt dafür beeinflusst der Holzmarkt.

Für das Holz, das momentan im Bereich der Hohen Tanne eingeschlagen wird, lässt sich momentan auf dem Markt ein guter Preis erzielen.
von Jürgen MaschingProfil

Umgerechnet auf die Fläche, gehört Auerbach zu den waldreichsten Kommunen in Bayern. „Wir haben deswegen eine riesige Aufgabe, die viele andere Gemeinden nicht haben“, schmunzelte Bürgermeister Joachim Neuß bei einem Vororttermin mit Diplom-Forstwirt Matthias Helm, der sich nun seit fast einem Jahr um den Stadtwald Auerbach kümmert, im Bereich der Hohen Tanne.

Der Zeitpunkt der laufenden Hiebsmaßnahme habe sich durch den aktuell guten Preis auf dem Markt ergeben, erläuterte Bürgermeister Neuß. „Im letzten Jahr konnten wir kein Holz machen, außer Käferholz“, schlug Helm in die gleiche Kerbe. „Doch nun haben wir steigende Holzpreise, die uns dazu veranlassten, diese Arbeiten jetzt durchzuführen.“

Helm sprach bei dieser Gelegenheit ein Problem im Stadtwald Auerbach an. Dort gebe es einen hohen Anteil an Fichten, die eigentlich hier nicht heimisch sind. Viele Bäume entwickelten sich dadurch eher schwach, und obendrein mache ihnen teils der Borkenkäfer zu schaffen. Das drücke dann den zu erzielenden Preis. „Diese Aktion führen wir auch deswegen durch, damit sich der Wald hier von unten verjüngen kann, unter anderem mit klimaresistenten Bäumen wie der Tanne“, fügte Helm hinzu.

Borkenkäfer findet Geschmack an Fichten

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Bei den Arbeiten kommen teilweise Spezialmaschinen wie ein Harvester mit Baumhaltung zum Einsatz. „Ein fallender Baum könnte mit seiner Krone das zerstören, was in den letzten 15 Jahren gewachsen ist“, erklärte Matthias Helm. Diese Maschine halte den Stamm beim Fällen fest, sodass die Naturverjüngung geschont wird.

Erleichtert habe die Entscheidung zu dieser Maßnahme im Stadtwald ein Zuschuss vom Staat für die Pflege besonderer Baumarten. Die Arbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die betroffenen Bereiche werden entsprechend abgesichert. Deshalb der Appell von Helm: "Spaziergänger sollen sich bitte an die Absperrungen halten und sich nicht in Gefahr bringen."

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Bürgermeister Joachim Neuß lässt sich von Diplom-Forstwirt Matthias Helm über den Stand der Arbeiten informieren.
Auerbach gehört, auf seine Fläche umgerechnet, zu den waldreichsten Kommunen in Bayern.

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