Auerbach
04.03.2025 - 17:29 Uhr
OnetzPlus

Tausende feiern den Auerbacher Faschingszug bei Sonnenschein und Bonbon-Regen

Elf Motivwagen, jede Menge Fußgruppen und Tausende von Watt: Der Auerbacher Faschingszug war wieder einmal ein Ereignis und ein Beispiel, wie schön doch ein friedliches und ausgelassen-fröhliches Miteinander sein kann.

von mfh

Sonne und angenehme Temperaturen luden in Auerbach zum Tanzen und Schunkeln ein, ohne über Gebühr schwitzen zu müssen. Grund genug, am in die Stadt zu gehen, den alle zwei Jahre stattfindenden Gaudiwurm zu bewundern und den Faschingsdienstag gebührend zu feiern. Tausende strömten in die Innenstadt, um dabei zu sein.

Gegen 13.30 Uhr setzte sich der Faschingszug vom Neumühlenweg in die Degelsdorfer Straße in Bewegung, um schließlich in die Innenstadt abzubiegen. Der Auerbacher Knabenkapelle folgte ein 1957er Porsche, also ein Traktor, mit dem Kinderprinzenpaar Anna I. und Finn I. sowie dem Prinzenpaar Nadine I. und Tobias I.. Dann lüftete der Stadtrat das Geheimnis, mit welchem Motto er in die närrischen Tage geht. Für "Fair Trade" hatte er sich im wahrsten Sinne des Wortes in Schale, nämlich Bananenschale geschmissen, Fleißig wurde das gesunde Obst auch verteilt.

Ganz nachhaltig und CO2-frei zeigte ein Abrisskommando seine Meinung zur Sanierung des Vollhannturms. "In der Stadt geht der Diesel aus, darum helfen wir mit Asbach aus": Diese politisch wertfreie Aussage schrieben sich die Freiwillige Feuerwehr und die Katholische Landjugend Gunzendorf nicht auf die Fahnen, aber auf den Traktor.

Dass Hexen zaubern können, überrascht nicht so sehr. Das Bulldog-Gespann der Gärtnerei Roßmann, auf dem unter ihren Händen ein Wald aus Bäumen und Blumen herangewachsen war, beeindruckte aber dann doch. Ganz ökologisch, mit gedeckten Naturfarben, hatten sich Erwachsene und Kinder das Auerbacher Waldkindergartens kostümiert. Die Waldpädagogen trugen ein T-Shirt mit einem Warnhinweis, den man wirklich ernst nehmen sollte.

"Wir ham noch lange nicht genug!" Das Motto des gleichnamigen Songs der Band Böhse Onkelz und die Hymne des Stammtisches Leningrad Cowboys wurde fleißig von den Stammtischbrüdern und -schwestern sowie vielen Zuschauern mitgesungen. „Scheiß auf Marshotel und Co, wir bauen einen Auerbacher Zoo“: Eine eindeutige Aussage, die allen aus dem Herzen sprach, die endlose Diskussionen über das Projekt Auerbase nicht mehr hören können.

Dicht gedrängt säumten die Zuschauer den Straßenrand. Stellenweise ging ein regelrechter Regenschauer mit Bonbons und Gummibärchentütchen oder kleinen Popcorn-Snacks auf die Jubelnden nieder. Gelangweilt am Straßenrand stand niemand. Die Musik aus den Lautsprechern der Prunkwagen ließ auch den letzten Faschingsmuffel im Takt mitmachen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.