13.01.2020 - 12:09 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Viele Ideen für Bad Neualbenreuth

Mit einer gemeinsamen Liste treten SPD und Freie Wähler zur Wahl des Marktgemeinderats an. An der Spitze stehen Johannes Saalfrank, Vorsitzender der Freien Wähler, sowie sein Stellvertreter Hubert Stark.

Die Bewerber für den Marktgemeinderat mit Waldsassens SPD-Vorsitzender Angela Baumgartner und Kreisrat Bernhard Lux: Wenzel Riederer, Angela Baumgartner, Gudrun Stelzl und Karl Sturm (sitzend, von links) sowie Hubert Stark, Alexander Wurm, Rudolf Gatter, Johannes Saalfrank, Stefan Wilholm, Florian Riederer, Wolfgang Tischler, Tobias Riederer, Alexander Fellner und Bernhard Lux (stehend, von links).
von Autor ENZProfil

Saalfrank freute sich, dass zur Nominierungsversammlung im Gasthaus "Kleine Kappl" in Ottengrün auch Angela Baumgartner, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Waldsassen, sowie Kreisrat und Dritter Bürgermeister von Waldsassen, Bernhard Lux, gekommen waren. Saalfrank bedankte sich ausdrücklich bei Hubert Stark für die umfangreichen Vorbereitungen. Er teilte mit, dass SPD/Freie Wähler keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen werden.

Als Versammlungsleiter fungierte Bernhard Lux. Nach der Vorstellung der Bewerber wurde in einer geheimen Blockabstimmung, an der 18 Wahlberechtigte teilnahmen, die Liste in folgender Reihenfolge angenommen: Angeführt wird sie von Johannes Saalfrank, Vorsitzender der Freien Wähler Neualbenreuth, gefolgt von Hubert Stark, dem Zweiten Vorsitzenden. Dann folgen Tobias Riederer, Karl Sturm, Alexander Wurm, Alexander Fellner, Gudrun Stelzl, Florian Riederer, Wolfgang Tischler, Stefan Wilholm und Rudolf Gatter. Zum Ersatzkandidaten wurde Wenzel Riederer gewählt. Eine Wahl entschied auch darüber, dass Nachrücker unten auf der Liste erscheinen sowie Alfons Stingl und Meinhard Köstler die Unterlagen bei der Gemeinde einreichen werden.

Fuß- und Radweg zur Platzermühle

Saalfrank bedankte sich bei Ernst Kalin für seine Arbeit während der vergangenen zwei Wahlperioden für die Fraktion im Marktrat. Dann konnte er darüber berichten, welche von den Freien Wählern vorgeschlagenen Maßnahmen angestoßen bzw. verwirklicht wurden. Dazu gehöre der Fuß- und Radweg zur Platzermühle. Weiterhin wurde immer wieder auf die unbefriedigende Situation im Rettungswesen und durch Alexander Fellner auf die mangelhafte Mobilfunkversorgung hingewiesen.

"Demokratie fängt im Kleinen an", so Saalfrank weiter und formulierte Ziele für die Zukunft von Bad Neualbenreuth. "Denn schließlich haben die Kurgäste bestimmte Erwartungen, und es gibt immer wieder etwas zu verbessern." So wolle sich die Fraktion SPD/Freie Wähler für den Ausbau der Infrastruktur einsetzen, insbesondere für die Barrierefreiheit, die Schaffung von Wohnraum für Junge und Alte und den Ausbau der Mobilfunkversorgung. Wichtig seien auch die Verbesserung der Situation für den Bauhof und die Feuerwehr sowie die Einrichtung eines Gemeindehauses, das von allen genutzt werden kann. Weiterhin benötigen Vereine einen Raum, in dem sie etwa ihre Archiv-Unterlagen unterbringen können. Auch stehe weiterhin die Frage der Versorgung im Ort, zum Beispiel durch einen Dorfladen, an. Die Jugend könnte durch eine Zukunftswerkstatt eingebunden und begeistert werden.

Kartoffel-Info-Center

Im Bereich Tourismus sollten neue Zielgruppen über neue Medien angesprochen werden - wie es etwa das Bloggertreffen im Herbst 2019 aufgezeigt habe. Unterstützt werden sollen auch alle Maßnahmen, die zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn und ihren Bädern führen. Saalfank nannte als Zukunftsvisionen einen Hochseilgarten, eine Downhill-Strecke oder ein Baumhaus-Hotel. Weiterhin regte er die Errichtung eines Kartoffel-Info-Centers an, das durch die Kartoffelanbau-Tradition, das Kartoffelfest und durch die vorhandenen Kellerreihen gut in die Marktgemeinde passen würde. Dann kam Saalfrank noch auf einen Dark-Sky-Park zu sprechen: In der Region um Neualbenreuth lasse sich wunderbar den Sternenhimmel beobachten, was in den Städten gar nicht möglich sei.

Da Bad Neualbenreuth ein naturnahes Bad ist, sollten Blühwiesen angelegt werden. Weiterhin regte er einen Wettbewerb, um die schönsten Gärten und Freiflächen an. Er begrüßte die Anlegung eines essbaren Wildpflanzenparks. Doch wies der Sprecher darauf hin, dass man auch vorhandene Bäume nicht einfach sinnlos fällen sollte.

Abschließend kam Saalfrank auf das für die Freien Wähler leidige Thema "Dorfteich" zu sprechen. "Alle, die Verantwortung übernehmen, sollten immer hinterfragen, ob bestimmte Maßnahmen - auch wenn es dafür Fördergelder gibt - wirklich sinnvoll sind." Denn Fördergelder seien immer Steuergelder "und somit unser aller Geld".

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