16.07.2020 - 13:11 Uhr
BärnauOberpfalz

Coronakrise macht im Landkreis Tirschenreuth Mut für die Zukunft

Es gibt viele kluge Köpfe, die den Landkreis Tirschenreuth derzeit voranbringen. In vielen Bereichen sind Erfolge sichtbar. Doch nach Meinung der Heimat-Unternehmer und der Öko-Modellregionen ginge noch mehr.

Das Bild täuscht: Heimat-Unternehmer und Öko-Modellregion wollen nicht Abstand halten, sondern näher zusammenrücken. Projektkoordinator Alfred Wolf von den Heimat-Unternehmern vereinbarte mit Managerin Lisa Hertel und Projektmanager Markus Frank von der Öko-Modellregion (von links) eine intensivere Zusammenarbeit.
von Externer BeitragProfil

In der letztjährigen Prognos-Studie landete der Kreis Tirschenreuth unter den "Top Ten" der Aufsteigerregion Deutschlands. Auch in der neuesten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist der Landkreis unter den dynamischsten ländlichen Regionen der Republik. Darauf aufbauend soll der Landkreis auch in vielen anderen Bereichen nach vorn gebracht werden. Das Zauberwort heißt dabei schlicht "bessere Zusammenarbeit".

Netzwerk schaffen

Wichtige Akteure in der Region sollen künftig besser vernetzt werden. Der Projektkoordinator der Pilotinitiative Heimat-Unternehmen, Alfred Wolf, traf sich mit Umsetzungsbegleiter Markus Frank von der Interkommunalen Zusammenarbeit (Ikom) Stiftland und Öko-Modellregion-Managerin Lisa Hertel, um dafür die Weichen zu stellen. Laut einer Pressemitteilung ging es dabei vor allem darum, Arbeitsfelder abzustecken und Schnittmengen in der Arbeit zu definieren. Die Teilnehmer waren sich einig, dass man so einiges erreichen kann. "Hinter jeder positiven Entwicklung stehen Menschen der Region, die dafür sorgen, dass es vorwärts geht", so die Teilnehmer.

Auch bei der Vermarktung will man im Landkreis Tirschenreuth besser zusammenarbeiten:

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Markus Frank sah es als Hauptaufgabe, regionale Potenziale sichtbar zu machen, Ideen aufzugreifen und weiterzutragen sowie kreative, umsetzungsfähige Leute zu vernetzen. Dieses grundlegende Ziel der jeweiligen Arbeit soll in der Zukunft durch ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen intensiviert und professionalisiert werden. Heimat-Unternehmen, Öko-Modellregion und Ikom Stiftland wollen künftig gemeinsam die Region bunter und lebenswerter gestalten.

Auf die fast dreijährige Pilotphase der Initiative Heimat-Unternehmen zurückblickend, sah Alfred Wolf die Region auf der Überholspur. Die Initiative Heimat-Unternehmen als "Potenzial-Entfaltungsgemeinschaft" habe in ihrem Netzwerk viel bewegt und eine Reihe unternehmerischer Menschen unterstützt. Die Coronakrise habe in der Region deutlich gezeigt, was durch Zusammenhalt möglich sei, wie wichtig zum Beispiel die Bäcker, Metzger und regionalen Erzeuger vor Ort für die Region seien. Eine ganze Reihe an erfolgreichen Projekten sei nur durch Sichtbarmachen, Vernetzung und kreative Umsetzung Wirklichkeit geworden, analysierte Wolf.

Verbraucher begeistern

Öko-Modellregion-Managerin Lisa Hertel sah als grundlegende Aufgabe, Wertschöpfungsketten erfahrbar zu machen und die Verbraucher für hochwertige regionale Lebensmittel zu begeistern. "Die Landwirte und Betriebe brauchen die dauerhafte Solidarität der Verbraucher." Der Schlüssel dazu liege in mehr Kooperation, denn gemeinsam sei man stärker. Gegenseitig könne man voneinander profitieren.

"Daher liegt es nahe, den Schulterschluss mit den regional ausgerichteten Institutionen zu suchen." Sie denkt hier auch an die Akteure der Steinwald-Allianz, des Kultur- und Begegnungszentrums Kloster Waldsassen, der Wirtschaftsförderung, des Regionalmanagements sowie der Leader-Gruppe und des Tourismussektors. "Alle arbeiten an der positiven Entwicklung mit."

Wolf schwebt eine regionale Steuerungsgruppe vor, die bei Bedarf auch über Landkreis- und Landesgrenzen hinweg denkt. "Das wäre ein weiterer lohnender Schritt zur Hebung des reichlich vorhandenen Potenzials in der Region Tirschenreuth", sagte Wolf.

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