14.06.2021 - 14:47 Uhr
BärnauOberpfalz

Festhalten an integrativer Gruppe im Kindergarten Bärnau

Der Kindergarten „Unsere kleine Welt“ kann seit Jahren eine „integrative Gruppe“ vorweisen, was nicht überall im Landkreis der Fall ist. Um das Angebot zu erhalten, will die Stadt eine dafür notwendige Personalsituation fortführen.

Im Bärnauer Kindergarten wird es weiter eine integrative Gruppe geben. Dafür hat der Stadtrat die weitere Beschäftigung einer notwendigen Kraft beschlossen.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag schilderte Kinderhausleiterin Julia Ritter die aktuelle Situation und erläuterte dem Gremium auch das weitere Vorgehen. So finden sich derzeit in der integrativen Gruppe 22 Kinder, 5 von ihnen mit einem erhöhten Förderbedarf. Zur zusätzlichen Betreuung dieser Kinder ist noch bis 30. August eine spezielle Kraft (Z-Kraft) genehmigt.

Um die Gruppe im neuen Kindergartenjahr fortzuführen, brauche es eine Stellenzusage des Trägers, erläuterte Julia Ritter in der Sitzung. Einen Bedarf für diese Gruppe gebe es auf jeden Fall. So rechnet die Kindergartenleiterin jetzt schon mit sechs Kindern mit erhöhtem Förderbedarf. Auf Nachfrage von Bürgermeister Alfred Stier bestätigte Ritter aber, dass offizielle Anmeldungen noch nicht vorlägen. Oft ergebe sich die Einschätzung auch aus dem laufenden Betrieb. Stier wollte die finanzielle Seite nicht aus den Überlegungen ausnehmen. Immerhin müsste die Stadt für die Fortführung der Stelle nach Abzug der Förderung mit rund 30 000 Euro an Kosten rechnen. Und das Kinderhaus verursache derzeit Personalkosten von 665 000 Euro, mit einem Gesamtdefizit von 300 000 Euro. "Ich kann das nicht ins Unendliche steigern", vermerkte der Bürgermeister.

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Alexandra Morgado (CSU) verwies auf die zurückliegenden Lockdown-Situation. Da hätte sich viel bei den Kinder aufgestaut, so dass wohl mehr Förderbedarf zu erwarten sei. Anna Schwamberger (Grüne) befürwortete das gut funktionierende System. "Wir diskutieren nicht ernsthaft, ob wir diese integrative Gruppe abschaffen", wandte die Grünen-Stadträtin ein. Dass es nur mehr in Mitterteich ein ähnliches Angebot gebe, sei traurig für den Landkreis. Zur Notwendigkeit merkte Anna Schwamberger an, dass diese Kinder wohl schon immer da gewesen seien, "nur hat man es nicht gesehen". Und als Anregung gab sie mit auf den Weg, auch eine inklusive Grundschule zu schaffen. Dann gebe es die beste Förderung vor Ort. Gottfried Beer (SPD) erinnerte, dass der Lockdown gerade für die Kinder eine große seelische Belastung dargestellt hätte. Dem Kindergarten würde deshalb gerade jetzt eine wichtige Aufgabe zukommen, bat Beer um eine Verlängerung der Beschäftigung der Z-Kraft. "Wir können stolz sein auf unsere Einrichtung in Bärnau", unterstrich Hubert Häring (CFWG). "Die Kinder sind es wert", sprach sich Häring für die weitere Beschäftigung der Z-Kraft aus.

Am Ende der Diskussion stimmte das Gremium dann geschlossen für die weitere Beschäftigung der integrativen Kraft. Beschlossen wurde zudem, den Arbeitsvertrag mit der Haushaltshilfe unbefristet fortzuführen.

 

 

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