08.05.2019 - 11:36 Uhr
BärnauOberpfalz

Grenze verschwindet aus Köpfen

Der grenzüberschreitende Tourismus ist auf einem guten Weg. Politiker, Tourismusfachkräfte und Vereins-Akteure aus Deutschland und Tschechien kamen zusammen, um verschiedene Projekte weiterzuentwickeln.

Der grenzüberschreitende Tourismus ist auf einem guten Weg. Bei der „2. Begegnung an der Goldenen Straße“ tauschten sich Tourismusfachkräfte und Akteure von beiden Seiten der Grenze aus. Mit gemeinsamen Aktivitäten soll die Grenze aus den Köpfen der Menschen verschwinden.
von Autor AWOProfil

"Bayern und Böhmen an der Goldenen Straße", so lautet der Titel eines aktuellen, von der Europäischen Union geförderten Tourismusprojekts. Die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/Waldnaab, die Stadt Weiden und die Region "Tachovsko" machen sich mit dem Verein "Via Carolina - Goldene Straße", "Revis Tachov", der Stadt Tachov und "MAS Zlatá cesta" daran, den grenzüberschreitenden Tourismus weiter zu entwickeln.

Politiker, Tourismusfachkräfte und Vereins-Akteure von beiden Seiten der Grenze kamen zur "2. Begegnung an der Goldenen Straße" in den Seminarraum des Geschichtsparks, um sich über die aktuellen Ergebnisse des ersten Projektjahres zu informieren. Die Grenze verschwinde langsam aus den Köpfen der Menschen, Besucher beider Länder würden grenzüberschreitend Tourismus-Ziele wahrnehmen und Ausflüge ins jeweilige Nachbarland unternehmen, berichteten die Experten. Mit TV-Spots über touristische Ziele beidseits der Grenze sollen im Regionalfernsehen auch einheimische Zielgruppen angesprochen werden, einmal über die Grenze zu schauen. Die Akteure gestalten Erlebniskarten und Broschüren zu den schönsten Ausflugszielen. Die Projektleiterin auf deutscher Seite, Ida Petioká, bezeichnete die Teilnahme an der Freizeitmesse in Nürnberg als Erfolg. Erstmals wurde "Bayern und Böhmen an der Goldenen Straße" und damit Ziele auf beiden Seiten gemeinsam beworben. Mit dem zweisprachigen Magazin "Bei uns - U nás", das kürzlich in der dritten Auflage erschienen ist, gebe es erstmals eine gemeinsame Zeitschrift, die die grenzüberschreitende Tourismusregion dokumentiert. Mit der Errichtung von Infopunkten und neuen ausgewählten Foto-Punkten für Sehenswürdigkeiten will die Stadt Tachov die Besonderheiten der Region noch besser darstellen. "Via Carolina"-Vorsitzender Alfred Wolf stellte anschließend die Deklaration über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Städten Bärnau und Tachov vor. "Die Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit", betonte er. Denn neben Kommunen seien auch wichtige Institutionen und grenzüberschreitend aktive Vereine und Akteure mit im Boot. Es gelte, vor allem junge Menschen von beiden Seiten für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung zu begeistern.

Für die Regionalentwicklungsagentur Pilsen stellte Lenka Križková ein neues Projekt vor, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Der Weg des Reformator Jan Hus nach Konstanz, seine Botschaft für Europa und das Vermitteln von wichtigen Werten stehen dabei im Mittelpunkt. Den bayerisch-tschechischen Stammtisch stellte Ida Petioká vor. Bereits 25 Mal trafen sich Interessierte aus beiden Ländern regelmäßig zum Austausch.

Alexandra Hrusková von der "Revis Tachov" freute sich, dass sich die Akteure kennengelernt haben und nun im persönlichen Austausch vieles weiterentwickeln können. Sie stellte das Vorhaben "Die Naturgeschichte des Grenzgebirges zwischen Heiligenberg und Tillenberg" vor, dass gemeinsam mit der Marktgemeinde Neualbenreuth umgesetzt wird.

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