31.07.2020 - 11:02 Uhr
BärnauOberpfalz

Neue Imagebroschüre und Plan B für das Geschichtspark-Jubiläum vorgestellt

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Im Geschichtspark Bärnau-Tachov steht auch die Völkerverständigung im Mittelpunkt. Deutsche und Tschechen arbeiten daran, die Menschen einander näher zu bringen. Eine Broschüre zeigt, was bisher getan wurde, mit Ausblick auf die Zukunft.

Der wissenschaftliche Leiter des Geschichtsparks, Stefan Wolters, stellte das Geheft vor.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

"Im Jubiläumsjahr hat der Verein ,Via Carolina - Goldene Straße‘ so viele Eisen im Feuer, dass wir uns selber einmal klar machen wollten, was machen wir denn eigentlich alles?" So begründet der wissenschaftliche Leiter der Einrichtung, Stefan Wolters, die neue Imagebroschüre "Grenzen überwinden". Nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit sei es an der Zeit einmal darüber nachzudenken, wie die vielen Projekte angefangen haben und was daraus geworden ist.

Florierendes Netzwerk

Die 24-seitige Broschüre sei auch aufgelegt worden, um einmal aufzuzeigen an welchen Schauplätzen die Akteure aktuell aktiv sind und was in der näheren Zukunft alles geplant sei. Mit dem Geheft wolle man deutlich machen. "Wenn ihr den Geschichtspark unterstützt, unterstützt ihr ein florierendes Netzwerk. Das ist viel, viel mehr als nur ein Museum, als Universität und Tourismus." Der Geschichtspark sei längst eine regionale Einrichtung geworden, die in all diesen Bereichen eine Rolle spiele und sie miteinander vernetze.

Zehn Jahre Geschichtspark Bärnau - Tachov

Bärnau

In der Broschüre sei alles verankert, was seit Beginn passiert ist und biete auch einen Ausblick, wohin es gehen soll. Gemacht worden sei sie, zunächst in einer Auflage von 1000 Exemplaren, für Institutionen, mit denen man zusammenarbeite, sogenannte Multiplikatoren, Gemeinden und Kommunen. „Darüber hinaus wollen wir auch zu den wirtschaftlichen Akteuren der Region gehen und sagen: Schaut mal, das ist die Plattform, die wir anbieten. Auf der könnt ihr euch darstellen.“

Visuelle Gestaltung

Bewusst sei das Geheft in erster Linie visuell gestaltet worden. Man wolle emotional an die Leute herangehen, mit eher wenig Text, dafür umso aussagekräftigeren Bildern. "Denn, das lehrt die Erfahrung, wer einmal bei uns war und das alles gesehen hat, ist sofort auf unserer Seite." Genau dieses Gefühl wolle man mit dem Geheft vermitteln. Und Leute auf seine Seite bringen hat die Einrichtung nötiger denn je.

Man merkt, die Leute machen Urlaub in der Region.

Stefan Wolters

Lockdown und Corona-Einschränkungen machen, wie allen anderen in diesen Zeiten auch, mächtig zu schaffen und nagen an der Existenzfähigkeit. 50 Prozent weniger Besucher in diesem Jahr, bisher, sprechen Bände. Wobei sich die Zahl der Tagesbesucher sehr gut entwickelt habe. "Man merkt, die Leute machen Urlaub in der Region", berichtet Wolters. Das könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schüler, Studenten, Busreisende und Vereinsausflügler fehlen. "Das ist heuer auch keinesfalls mehr aufzuholen", sagt der Archäologe. Auch die Großveranstaltungen, die immer Massen in das Museum spülten und die im Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes werden sollten, fehlen.

Not macht erfinderisch und so haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. So können im August und September Familien oder kleinere Gruppen Programme buchen, die sonst großen Gruppen vorbehalten sind. Dazu gehörten zum Beispiel Führungen durch den Geschichtspark. Aktivprogramme können jetzt ganz kurzfristig gebucht werden, zum Beispiel Bogenschießen, Feuer machen, Spinnen, Weben und Färben - alles Dinge, die bisher Schulen vorbehalten waren. Auch Kräuterprogramme fallen in diese Kategorie.

Öffentliche Führungen

All das ist über die Internetseite buchbar. Jetzt gibt es täglich zwei öffentliche Führungen, jeweils um 11 und um 15 Uhr, zu denen Interessierte einfach dazukommen können. Man könne das an der Kasse dazubuchen (2 Euro/Person). "Wir hatten viel für das Jubiläumsjahr vorbereitet", sagt Wolters, "waren uns sicher, wir gehen super aufgestellt in dieses Jahr und hätten heuer sicher gutes Geld verdient." Aber alles Schlechte habe auch eine gute Seite, denn die Gastronomie im Park laufe hervorragend. Bis 31. Oktober gilt die Genehmigung des Landratsamtes, den großen Vorplatz mit als Biergarten zu nutzen.

Geschichtspark Bärnau-Tachov, Archaeocentrum Bayern-Böhmen, Kompetenzzentrum historisches Handwerk (Schaubaustelle) und Tourismusregion an der Goldenen Straße präsentieren sich in der neuen Image-Broschüre.

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