05.11.2020 - 15:37 Uhr
BärnauOberpfalz

Verein "Via Carolina" nach zehn Jahren ein "Big Player"

Auch wenn Corona für große Turbulenzen beim Verein „Via Carolina – Goldene Straße“ sorgte, sei man auf einem guten Weg. Ein „Acht-Punkte-Programm“ soll den Standort wirtschaftlicher machen.

Alfred Wolf wird auch die nächsten drei Jahre als Vorsitzender die Geschicke des Vereins „Via Carolina-Goldene Straße“ leiten. Geschäftsführerin Ilona Hunsperger und Zweiter Vorsitzender Josef Rösch gratulierten zur Wiederwahl.
von Autor AWOProfil

Noch rechtzeitig vor dem "Lockdown Light" konnte der Verein "Via Carolina - Goldene Straße" seine Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr abhalten. Mit der Erweiterung des Satzungszwecks "Pflege und Förderung der heimischen Landschaft und Kultur sowie intakter ökologischer Zusammenhänge" geht der Verein erweiterte Ziele in der Zukunft an.

"Was sich in den letzten zehn Jahren hier entwickelt hat, ist phänomenal", stellte Vorsitzender Alfred Wolf heraus. Der Verein "Via Carolina - Goldene Straße" sei zwischenzeitlich ein "Big Player" in der bayerisch-tschechischen Zusammenarbeit und habe sich längst über den Status eines "normalen" Vereins hinaus entwickelt. "Grenzen überwinden" lautet der Titel der neuen Imagebroschüre, in der zusammengefasst ist, was der Verein für die gesamte Region leiste. Mit Geschichtspark, Archaeo Centrum Bayern und Böhmen, Kompetenzzentrum für historisches Handwerk und historische Baustoffkunde mit der Schaubaustelle des Königshofs Kaiser Karl IV., aber auch mehreren touristischen Entwicklungsprojekte leiste man grenzüberschreitende Regionalentwicklung.

Mehr über die Imagebroschüre und die Pläne für die Zukunft

Bärnau

"Projekt-Mix" hilft durch Krise

Seit 2010 wurden mehr als 8,2 Millionen investiert und in Projekten verwirklicht. Zwischenzeitlich zählt der Verein mehr als 800 Mitglieder aus mehreren Ländern. Danke sagte Wolf allen, die in irgendeiner Weise über Jahre diese Entwicklung möglich gemacht haben. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr sorgte Corona für große Turbulenzen. Der Vorsitzende stellte heraus, dass 2020 mit Pandemie und Lockdown ein "total brutales Jahr" war, nur durch den großen "Projekt-Mix" und den vielen Unterstützern aus den verschiedensten Bereichen sei man durchgekommen. Wenn allein 80 Schulklassen und 50 Busse nicht kommen - das schlage schon durch. Dafür waren der August und September super Besuchsmonate, so Wolf. Viele Besucher aus den allen Regionen Deutschlands waren nach einem Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" und einem Fernsehbeitrag im "Bayerischen Fernsehen" zu verzeichnen.

Corona auch ein Antreiber

Corona war aber auch Auslöser und Antreiber für eine "Zukunftsoffensive", die der Verein in Kürze starten will. Ziel ist es, den Standort wirtschaftlicher und zukunftsorientiert zu entwickeln. Mit mehreren Bausteinen und einem "Acht-Punkte-Programm" will man dauerhafte Perspektiven entwickeln. Angesichts dieser Aussichten sieht sich der Verein auf einem guten Weg.

Ilona Hunsperger berichtete, dass sich insbesondere aus der Dauerbaustelle des Königshofs Karl IV. viele positive Ansätze für das Kompetenzzentrum für historische Handwerk und historische Baustoffkunde ergeben: Ob Kalkbrennen, Forschungsergebnisse bei den Mörtelmischungen, das Brennen eigener Ziegel oder das Abhalten von Handwerkskursen. Alle diese einzelnen Punkte steigern die Attraktivität der Einrichtung, fördern aber auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und anderen Institutionen.

Auch im Bereich der touristischen Projekte sei man breit aufgestellt. Das Projekt Bayern-Böhmen an der Goldenen Straße mit den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt/WN, der Stadt Weiden und der Region Pilsen oder auch die Entwicklung eines Pilgerweges "Jan Hus" von Nürnberg nach Prag auf der Goldenen Straße in Kooperation mit der Regionalentwicklungsagentur Pilsen bieten enormes grenzüberschreitendes touristisches Potenzial.

Bei der anschließenden Wahl wurde Alfred Wolf als Vorsitzender für drei weitere Jahre im Amt bestätigt.

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