25.06.2021 - 11:21 Uhr
BirglandOberpfalz

Bis 2024 flächendeckend schnelles Internet in der Gemeinde Birgland

Als erste Gemeinde in der Oberpfalz steigt das Birgland in den Glaserfaser-Gigabitausbau ein. Die Tinte unter den Verträgen ist trocken, und demnächst kommt ein Minister zum Spatenstich.

Nach der Vertragsunterzeichnung vor dem Illschwanger Rathaus (von links): Juniorchef Philipp Deinhard, Elisabeth Voit von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft, Geschäftsführer Chris Brandl, Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann und die Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft, Isabel Köstler.
von Norbert WeisProfil

Im Rathaus in Illschwang, das zugleich der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang/Birgland ist, traf Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann den Geschäftsführer von Brandl Services, Chris Brandl aus Pavelsbach (Landkreis Neumarkt) sowie Egon und Philipp Deinhard von der Egon Kabelbau GmbH aus Reichertshofen (ebenfalls Landkreis Neumarkt). Sie sind die Vertragspartner der Gemeinde Birgland beim Glasfaser-Gigabitausbau.

Bevor die Beteiligten ihre Unterschriften unter die Vereinbarung setzten, sprach die Bürgermeisterin von einem wichtigen Schritt für das Megaprojekt, alle Haushalte im Birgland an das Glasfasernetz anzuschließen. "Damit entsteht eine Versorgung, die besser als in der Stadt ist", betonte Bachmann. Es werde ein Fundament für die Weiterentwicklung in der Region gelegt, denn ohne gutes Internet baue keiner mehr ein Haus auf dem Land. Dieses Projekt werde die Jugend motivieren, dauerhaft in der Heimat zu bleiben oder hierher zurückzukommen. Wörtlich sagte Brigitte Bachmann: "Wir als Gemeinde machen uns stark für unsere Bürger und freuen uns, mit dem Ausbau ein Vorreiter im Landkreis und in Bayern zu sein."

Zum ersten Spatenstich in Schwend am 15. Juli habe der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker sein Kommen zugesagt, teilte die Bürgermeisterin mit. Während sie die gute Zusammenarbeit mit Brandl Services und der Egon Kabelbau GmbH in der Vergangenheit lobte, kritisierte sie im gleichen Atemzug die Telekom, die im Neubaugebiet in Schwend ihren vertraglich vereinbarten Verpflichtungen nicht voll nachgekommen sei.

Geschäftsführer Chris Brandl kündigte an, dass innerhalb der nächsten drei Jahre das alte Kupferkabel im Birgland durch Glasfaser ersetzt werde. Von Schwend aus nehmen die Arbeiten ihren Anfang. Etwa 90 Prozent der Investition bleibe in der Region und fließe in den regionalen Arbeitsmarkt. Jeder Haushalt werde demnächst ein Anschreiben von Brandl Services bekommen, das, wenn Interesse an dem Angebot besteht, ausgefüllt an das Unternehmen zurückgesandt werden muss.

Abschließend zeigte sich Brandl überzeugt, dass der Generalunternehmer Egon Kabelbau sorgfältig und schnell arbeiten werde. Brandl versicherte: "Gemeinsam im Team betreuen wir die Bevölkerung im Birgland und helfen bei jeder Frage. Bei den vergangenen Ausbauten hat sich stets eine sehr hohe Buchungsquote gezeigt."

Auch Illschwang stellt Weichen für Breitbandausbau

Illschwang
Hintergrund:

Glasfasernetz für die Gemeinde Birgland

  • Umfang: 22 Kilometer neue Leitungen für insgesamt 493 Hausanschlüsse
  • Kosten: 3.831.400 Euro
  • Ansprechpartner: Brandl Services, Pavelsbach, 09180/40 99 99-0 oder www.wir-wollen-auch-DSL.de

 

 

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